18:59 15 November 2019
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    Ein Hunde-Verbotsschild

    „Gassigehen einstellen – Muslime schützen!“: Pseudo-Bürgerbewegung schockt Manchester

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    Eine dubiöse Vereinigung ruft Manchesters Einwohner dazu auf, auf öffentliche Spaziergänge mit Hunden zu verzichten, wie der TV-Sender RT berichtet. Angeblich sorgt sich die Organisation um die religiösen Gefühle der Muslime.

    „In diesem Stadtteil leben viele Muslime“, schrieb die Initiative „Für öffentliche Sauberkeit“ auf ihren Flugblättern. „Wir bitten Sie, uns und unsere Kinder zu respektieren und die Anwesenheit von Hunden im öffentlichen Raum einzuschränken.“

    ​„Ich glaube, das ist nur eine Gruppe von Extremisten, die Aufmerksamkeit erregen wollen“, sagt Susanne Delaney aus dem Manchester Stadtteil. „Sie wollen eine Reaktion erzwingen, aber das ist Schwachsinn. Einen echten Muslim wird ein kleiner Hund bei einem Spaziergang nicht stören.“

    „Die Extremisten haben diese Kampagne veranstaltet, um die Menschen zu ärgern“, führt Susanne aus. Viele Bürger bekämen nun per Twitter Aufrufe zu Massen-Gassi mit ihren Hunden. „Natürlich werde ich nicht daran teilnehmen, aber mich regt es auch auf. Niemand hat das Recht, mir den Spaziergang mit meinem Hund zu verbieten.“

    Die örtlichen Vertreter der Muslime sehen in den Flugblättern ebenfalls eine Provokation: „Es gibt Rechtsradikale, die versuchen, Aggressionen gegen Minderheiten anzuheizen – seien es Muslime oder Osteuropäer“, so Mohammed Shafik von der gemeinnützigen Stiftung „Ramadan“. „Das ist eine klare Provokation, die darauf gerichtet ist, einen Keil zwischen die Gesellschaftsgruppen zu treiben. Erst recht angesichts des Referendums“, erläutert er.

    Es gebe keinerlei Hinweise auf eine wahre Existenz eines solchen Vereins: „Dahinter stecken ganz bestimmt die Rechten. Sie lassen keine Gelegenheit aus, die Muslime anzugreifen, uns und unseren Glauben in Verruf zu bringen“, betont Shafik, „Es gibt keinerlei Hinweise auf die Existenz dieser Organisation. Und wenn es sie gibt, warum lässt sie jetzt erst von sich hören?“, fragt er sich.

    Nach dem Brexit-Beschluss ist in Großbritannien ein Ausbruch xenophober Stimmungen festzustellen: Menschen asiatischer und osteuropäischer Herkunft werden zunehmend Opfer von Beleidigungen und Übergriffen, wie RT berichtet.

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    Tags:
    Provokation, Hund, Muslime, Manchester