09:56 22 Oktober 2020
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    Menschen mit hohem IQ werden bei häufigen Kontakten zu anderen unglücklicher. Das haben Forscher der Singapore Management University und der London School of Economics and Political Science in einer umfassenden Studie herausgefunden.

    Die Psychologen haben 15.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren befragt, um einen Zusammenhang zwischen der Intelligenz, der Wohngegend und dem Glücksempfinden festzustellen.

    Die Umfrage hat ergeben, dass Menschen in dünner besiedelten Gegenden sich glücklicher fühlen, als Einwohner von Großstädten. Diese Korrelation war umso ausgeprägter, je intelligenter der Befragte war.

    Ein ähnliches Phänomen zeigt sich im Verhältnis eines hohen IQ zu der Lebenszufriedenheit und der Kontakthäufigkeit zu anderen Menschen: Je häufiger kluge Menschen mit anderen in Kontakt kommen, desto weniger glücklich werden sie.

    Die genaue Erklärung für diesen Zusammenhang haben die Forscher bislang noch nicht. Doch: „Die Ursachen liegen wohl in der Lebensweise der Urzeitmenschen“, heißt es in der Studie. Die Urzeitmenschen hätten sich zu kleinen Stämmen von 150 Menschen versammelt, diese Gruppengröße mache die meisten Menschen glücklich, erläutern die Psychologen.

    Intelligente Menschen würden sich neuen Gegebenheiten schneller anpassen und Einsamkeit daher leichter ertragen, sagen die Forscher. Übermäßige Sozialkontakte würden sie hingegen schnell ermüden.

    Zugleich haben die Psychologen in der Studie festgestellt, dass Menschen mit einem hohen IQ darauf aus sind, möglichst viel Zeit mit Freunden zu verbringen, weil die soziale Norm dies erfordert – auch wenn sie auf diese Weise unglücklicher werden.

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    Tags:
    IQ, Psychologie