22:29 27 Februar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 112
    Abonnieren

    Der 26-jährige Japaner Satoshi Uematsu, der in der Nacht auf Dienstag in einem Behindertenheim in der Stadt Sagamihara 19 menschen getötet hatte, hat eine Twitter-Nachricht mit einem Aufruf zu Weltfrieden hinterlassen.

    „Lasst Frieden in der ganzen Welt herrschen! Hoch lebe Japan!“, schrieb der Massenmörder in seinem Twitter-Account, bevor er auf die unschuldigen und hilflosen Menschen mit einem Messer losging. Neben der Mitteilung veröffentlichte er sein Foto mit einem breiten Lächeln.

    Japanischen Medien zufolge plante der psychisch kranke Satoshi Uematsu diese Bluttat seit langem. Wie der TV-Sender NTV berichtete, hatte Uematsu bereits im Februar ein Schreiben an das Unterhaus des japanischen Parlaments gesandt, in dem er das Euthanasie-Verfahren für behinderte Menschen rechtfertigte. Er soll unter anderem geschrieben haben: „Mein Ziel ist eine Welt, in der Fälle, wenn es Menschen schwer fällt, zuhause zu leben und sozial aktiv zu sein, mit Einwilligung des Vormundes eingeschläfert werden können.“

    Wie später bekannt wurde, soll er zudem den Behörden gedroht haben, Behinderte zu töten, sollte diese Petition nicht gebilligt werden. Im Parlament habe man diese Androhungen nicht ernst genommen.

    In der Kleinstadt Sagamihara westlich von Tokio war in der Nacht auf Dienstag ein Mann mit einem Messer über Einwohner und Personal eines Behindertenheimes hergefallen. Mindestens 19 Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt, 20 von ihnen schwer.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Bilder vom Ort des „blutigsten Verbrechens in der Nachkriegsgeschichte Japans“
    Idlib: Türkische Militärs unter Beschuss geraten – neuen Tote
    Syrische Luftverteidigung wehrt türkische Angriffsdrohne in Idlib ab
    Nach Tötung Soleimanis: Abgeordnete der Linksfraktion stellen Strafanzeige gegen Merkel
    Tags:
    Frieden, Täter, Tote, Behinderte, Massaker, Twitter, Japan