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17:03 21 September 2019
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    Nach dem Massaker in einem Behindertenheim in Sagamihara

    Erst zu Weltfrieden aufgerufen und dann gemordet: Details des Blutbads in Japan

    © AFP 2019 / Jiji Press
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    Der 26-jährige Japaner Satoshi Uematsu, der in der Nacht auf Dienstag in einem Behindertenheim in der Stadt Sagamihara 19 menschen getötet hatte, hat eine Twitter-Nachricht mit einem Aufruf zu Weltfrieden hinterlassen.

    „Lasst Frieden in der ganzen Welt herrschen! Hoch lebe Japan!“, schrieb der Massenmörder in seinem Twitter-Account, bevor er auf die unschuldigen und hilflosen Menschen mit einem Messer losging. Neben der Mitteilung veröffentlichte er sein Foto mit einem breiten Lächeln.

    Japanischen Medien zufolge plante der psychisch kranke Satoshi Uematsu diese Bluttat seit langem. Wie der TV-Sender NTV berichtete, hatte Uematsu bereits im Februar ein Schreiben an das Unterhaus des japanischen Parlaments gesandt, in dem er das Euthanasie-Verfahren für behinderte Menschen rechtfertigte. Er soll unter anderem geschrieben haben: „Mein Ziel ist eine Welt, in der Fälle, wenn es Menschen schwer fällt, zuhause zu leben und sozial aktiv zu sein, mit Einwilligung des Vormundes eingeschläfert werden können.“

    Wie später bekannt wurde, soll er zudem den Behörden gedroht haben, Behinderte zu töten, sollte diese Petition nicht gebilligt werden. Im Parlament habe man diese Androhungen nicht ernst genommen.

    In der Kleinstadt Sagamihara westlich von Tokio war in der Nacht auf Dienstag ein Mann mit einem Messer über Einwohner und Personal eines Behindertenheimes hergefallen. Mindestens 19 Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt, 20 von ihnen schwer.

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    Tags:
    Frieden, Täter, Tote, Behinderte, Massaker, Twitter, Japan