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21:08 18 Oktober 2019
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    Ein DonutJack Letts dubbed 'Jihadi Jack'

    Kein Zuckerschlecken im Kalifat: Jihadi Jack vermisst Donuts

    © Flickr/ Debs (ò‿ó)♪ © Foto : Amaze with our planet / YouTube
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    Einst hatte er sich als erster Engländer dem IS angeschlossen. Heute ist Jihadi Jack gegen die Terroristen, doch dem Islam bleibt er treu. Im Interview mit dem TV-Sender „Channel 4“ erzählt der 20-Jährige von seinen Motiven und dem schweren Leben im Gottesstaat.

    Jack Letts alias Jihadi Jack hat vor zwei Jahren sein Leben in Oxford hingeschmissen und ist nach Syrien aufgebrochen, wo er sich dem IS angeschlossen hat. Seitdem heißt er Ibrahim.

    „Ich habe nach Menschen gesucht, die die Wahrheit bewahren“, sagte Ibrahim dem britischen TV-Sender, „Hier habe ich sie gefunden. Sie bringen anderen Menschen die Wahrheit, und sie leisten damit wertvolle Arbeit. Allahu Akbar!“

    Den „Islamischen Staat“ hat Ibrahim nach eigenen Angaben wieder verlassen: „Damit trete ich gegen den sogenannten IS auf. Aber das heißt nicht, dass ich die schmutzigen Feinde des Islams unterstütze“, beteuert der 20-Jährige.

    Neulich habe er knapp einen Luftangriff überlebt, sagte Jihadi Jack. Wessen Flugzeuge ihn bombardierten – ob syrische, russische, amerikanische oder britische –, konnte er nicht sagen. Nach England wolle er zwar nicht zurück, vermisse aber die englischen Delikatessen: Donuts mit Cremefüllung und – so sonderbar es sich anhören mag – Döner.

    Indes sind Jacks Eltern wegen Beihilfe zum Terrorismus angeklagt worden: Sie hatten ihren Sohn nach seinem Beitritt zum IS mit rund 1.700 Pfund finanziell unterstützt. Im Januar 2017 werden sie vor Gericht dazu aussagen müssen. Letts-Junior erklärt jedoch, seine Eltern zu hassen: „Sie sind Ungläubige und lehnen den wahren Glauben ab“, sagte er und appellierte an seine Eltern, zum Islam zu konvertieren und „dem Propheten zu folgen“.

    Die in der Russischen Föderation verbotene Terrororganisation „Islamischer Staat“ hatte 2014 Teile Syriens und des Iraks besetzt und in den besetzten Gebieten ein Kalifat ausgerufen. Gegen den IS kämpfen die Regierungstruppen der besetzten Länder, Russland und eine von den USA angeführte Koalition.

    Nach Angaben des britischen Geheimdienstes MI6 kämpfen gegenwärtig rund 400 Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs in Syrien und dem Irak in den Reihen des IS. Ein Vertreter britischer Muslime nennt die Zahl von 1500 britischen IS-Kämpfern. Bekannt unter ihnen sind Jihadi John, ein Brite kuwaitischer Abstammung, und der vierjährige Jihadi Junior, der mit seiner fanatisch muslimischen Mutter in den Nahen Osten umsiedeln musste.

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    Terrorismus, Britischer Geheimdienst MI6, Terrormiliz Daesh, Jihadi Junior, Jack Letts, Jihadi John, Großbritannien