20:23 27 März 2017
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    Teilnehmer einer Kreuzprozession im Kiewer Höhlenkloster

    Rund 80.000 orthodoxe Pilger finden sich zur feierlichen Messe in Kiew ein

    © Sputnik/ Stringer
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    Rund 80.000 orthodoxe Gläubiger aus mehreren Regionen der Ukraine haben sich am Mittwoch vor der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters eingefunden. Im Vorfeld des 1.028. Jahrestages der Taufe der Kiewer Rus soll ein feierlicher Gottesdienst zelebriert werden.

    Der Kreuzzug verlief ohne sonderliche Zwischenfälle. Zuvor hatten ukrainische Nationalisten mit einer Blockade der Prozession gedroht. Am Dienstag wurde die Prozession unweit der Hauptstadt von der Polizei vorübergehend gestoppt, weil entlang der Route Minenattrappen und echte Sprengsätze gefunden wurden. In Kiew mussten am Mittwoch etwa 100 Pilger wegen extremer Hitze in der ukrainischen Hauptstadt medizinisch behandelt werden.

    Der Feiertag der Taufe der Rus wurde 2008 in der Ukraine und 2010 in Russland eingeführt. Dabei wird auch des Kiewer Großfürsten Wladimir gedacht, der sich am 28. Juli 988 nach byzantinischem Ritus hatte taufen lassen und das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Die Kiewer Rus gilt als Vorläuferreich Russlands, der Ukraine und Weißrusslands.

    Der von der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats organisierte Kreuzzug von Frieden, Liebe und Beten für die Ukraine begann am 3. Juli im Heiligen Himmelfahrtskloster von Swjatogorsk im Osten und am 9. Juli im Heiligen Himmelfahrtskloster von Potschajew im Westen des Landes. Die beiden Prozessionen trafen sich am Vortag in Kiew.

     

    Zum Thema:

    Orthodoxe feiern Christianisierung der Rus
    Tags:
    Taufe der Kiewer Rus, Kreuzzug, Kiew, Ukraine
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    Alle Kommentare

    • avatar
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      Der endlose Friedens Prozession Zug, von dem Wladimir Hügel runter, sah aber mehr nach Zwei Hunderttausend aus. Die Orthodoxen, haben ihre ganze Kraft gebündelt, um das Land zu heilen und selbst über den Bildschirm, spürte man diese gewaltige Kraft. Das war der Wendepunkt und der Anfang vom Ende, des US Protektorat .
    • altes.fachbuch
      man mag sich die geschichte, die kultur, die architektur und baukunst, die sozialität auch über die religiösität vorstellen und verstehen!!!
      amerika wurde ca. 500 jahre später erst "entdeckt", und das frankenreich spaltete sich gerade in ost und west auf!!
      niemand sollte diese spirituelle kraft europaweit (südost+ost) unterschätzen, und das sage ich als atheist!
    • ElitenSchreck
      Bin sehr beeindruckt von diesem Friedensmarsch in der Ukraine! Hoffe, dass ganz Europa davon erfasst wird und sich auch in Bewegung setzt. Es muss gegen die Kriegstreiberei aus den USA und der NATO ein Zeichen gesetzt werden. Diese Kriegshetzer können nur dann in die Knie gezwungen werden, wenn Massen von Menschen auf die Strasse gehen und sich erheben.
    • ElitenSchreck
      80'000 Menschen demonstrieren für Frieden. In den Meinstream-Nachrichten findet man keine Zeile über dieses Grossereignis. Die schreiben lieber über Krieg und Terror. Ganz im Sinne der Rüstungsfirmen, denen diese Dreckblätter ja gehören.
    • Schmidt MichaelAntwort anElitenSchreck(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      ElitenSchreck, Sie nagen doch schon lange an diesem Land. Hier geht es doch um mehr. die Spiritualität ist doch letzten Endes nur das gemeinsame Vielfache einer anderen Lebensauffassung, die wir nicht begreifen können. Hier gehen Leute erst wieder auf die Straße wenn es zu spät ist. Uns geht es zu gut, wir sind seit hundert Jahren schon entsozialisiert, größtenteils. Die einzigen die die Kraft hatten sich dagegen zu stellen haben wir aus der politischen Landschaft entfernt und durch die Linken ersetzt. Heißt nicht "linken" jemanden hinters Licht führen?
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