05:50 22 November 2019
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    E-Mail-Skandal bei US-Demokraten: „Russische Cyber-Spur“ extra gelegt

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    Die Hacker, die das E-Mail-System der US-amerikanischen Demokratischen Partei geknackt haben, konnten die angebliche „russische Spur“ dabei absichtlich hinterlassen. Dies teilten die Vertreter des US-Nachrichtendienstes gegenüber der Agentur Reuters mit.

    Den Experten zufolge, die namentlich jedoch nicht genannt werden wollten, konnten sich die Hacker durchaus auch absichtlich als Russen inszenieren, indem sie kyrillische Symbole in Metadaten hinterließen und ihre Tätigkeit während russischer religiöser und staatlicher Feiertage einstellten.

    „Entweder waren diese Hacker allzu achtlos, was die Frage aufwirft, wie sie dann überhaupt so weit kommen konnten ohne entdeckt zu werden, oder sie wollten einfach zeigen, dass sie Russen seien“, so ein Geheimdienst-Vertreter.

    Üblicherweise sei es dagegen immer schwieriger, russische Hacker al solche aufzudecken – schwieriger als bei chinesischen. Gleichzeitig seien die russischen Hacker in den letzten zwei Jahren aber auch aggressiver und verfolgbarer geworden, besonders wenn sie versuchen, ihre Arbeit möglichst schnell zu erledigen.

    Am 22. Juli hatte die Webseite WikiLeaks rund 20.000 E-Mails und Dokumente der US-Demokraten veröffentlicht, die darauf  hinweisen, dass  sich die demokratische Parteiführung im Zuge der Präsidenten-Vorwahl  nicht neutral verhielt und den innerparteilichen Rivalen von Clinton, Bernie Sanders, in Verruf bringen wollte.

    Nach dem Hackerangriff hatte ein Sprecher des Wahlstabes von Clinton gesagt, die diesbezüglichen Server seien von russischen Hackern angegriffen worden. Dies sei ein Beweis für die Absicht Russlands, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen zu unterstützen, hieß es. Der Wahlstab des Milliardärs hat diese Information entschieden zurückgewiesen.

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    Tags:
    Geheimdienst, E-Mails, Hackerangriff, Russland, USA