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    Uno: Boko Haram machte Dutzende Kinder zu Selbstmord-Attentätern – in nur halbem Jahr

    © AFP 2019 / Issouf Sanogo
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    Kämpfer der islamistischen Terrorgruppierung „Westafrikanische Provinz ‚Islamischer Staat‘“, bekannt unter ihrem alten Namen „Boko Haram“, haben im letzten halben Jahr 50 Kinder zu Selbstmord-Attentätern gemacht. Dies erklärte der Stellvertreter des UN-Generalsekretärs für humanitäre Fragen, Stephen O’Brien.

    Diese zu Extremisten umerzogenen Kinder sollen ihm zufolge in vier afrikanischen Staaten Anschläge verübt haben, berichtete BBC.

    O’Brien warf den Kämpfern der Terrorgruppierung eine „ungeheuerliche, unvorstellbare Gewalt auf dem Territorium Nigerias“ vor. Wegen ihrer extremistischen Aktivitäten mussten bereits 2,8 Millionen Menschen ihre Häuser aufgeben, neun Millionen Menschen in der Region brauchen humanitäre Hilfe. 250.000 Kinder litten allein im nigerianischen Bundesstaat Borno, den früher die „Boko Haram“ kontrolliere, Hunger.

    Die Gruppierung „Boko Haram“ (was etwa „Westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet) besteht seit 2002 und agiert hauptsächlich in Nigeria. Ihre Anhänger wollen die Scharia im Land und den Kampf gegen den westlichen Einfluss. Anfang März 2015 sollen der Anführer Abubakar Shekau und seine Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) die Treue geschworen haben.

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    Tags:
    Kinder, Terrormiliz Daesh, Boko Haram, Nigeria