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    Karikatur auf der Facebook-Seite von Nils Ušakovs

    Kleinhirn für Sprachbehörde: Rigas Bürgermeister zu Geldstrafe fürs Russisch-Sprechen

    © Foto: Facebook/Nils Ušakovs
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    Der Bürgermeister der lettischen Hauptstadt Riga, Nils Ušakovs, hat das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ auf seiner Facebook-Seite ausgelacht. Mit einer Karikatur reagierte er auf eine Geldbuße, die er am Vortag für die Verwendung der russischen Sprache in sozialen Netzwerken auferlegt bekommen hatte.

    Unter der Karikatur, auf der das Zentrum für Amtssprache in Lettland als kleinste der vorgestellten Hirnschalen abgebildet ist, schrieb der Bürgermeister auf Lettisch – und auch auf Russisch: „Dem Zentrum der Staatssprache gewidmet, welches der Ansicht ist, dass die Selbstverwaltung mit ihren Einwohnern nicht auf Russisch kommunizieren darf“.

    Am 27. Juli hatte das Zentrum für Amtssprache in Lettland den Bürgermeister Rigas für Meldungen in sozialen Netzwerken auf Russisch mit einer Geldstrafe belegt. Ušakovs versprach, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen. Der Stadtrat werde entgegen diesem Beschluss allerdings „auch weiter mit seinen Einwohnern auf mindestens drei Sprachen kommunizieren – Lettisch, Englisch und Russisch“, so der Bürgermeister am Vortag.

    Das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ (Valsts valodas centrs) ist eine Behörde, die die Einwohner Lettlands für schlechte Sprachkenntnisse oder das „unzureichende Benutzen der Sprache in Berufstätigkeit und Öffentlichkeit“ bestraft.

    Das ist nicht das erste Mal, dass Ušakovs für die Nutzung der russischen Sprache kritisiert wird. So hatte das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ bereits Mitte Februar eine Anfrage gestellt, um zu erfahren, mit welchem Recht der Stadtrat mit seinen Einwohnern auf Russisch kommuniziere. Damals war es jedoch zu keinen Geldstrafen gekommen.

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    Tags:
    Russisch, Karikaturen, Zentrum für Amtssprache in Lettland (Valsts valodas centrs), Facebook, Nils Ušakovs, Lettland