20:11 23 September 2017
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    die WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning

    WikiLeaks-Whistleblowerin Manning droht Strafe für Selbstmordversuch

    © AFP 2017/ Josh Edelson
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    Die Führung der US-Armee kann die WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning für ihren Selbstmordversuch bestrafen. Derzeit sitzt Manning im Militärgefängnis Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas.

    Der Amerikanische Verband zum Schutz der Bürgerrechte ACLU teilte mit, die Gefängnisverwaltung soll Manning des Widerstandes gegen die Strafvollzugsbeamten, Gefährdung Dritter sowie der Aufbewahrung verbotener Gegenstände verdächtigt haben. Sollte Manning für schuldig erklärt werden, würden ihr die Haftbedingungen verschärft, die Freiheitsstrafe verlängert sowie das Recht auf vorfristige Entlassung entzogen.

    Am 7. Juli hatte der Fernsehsender CNN unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten US-Beamten berichtet, die WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning soll offensichtlich Selbstmord versucht haben.

    Chelsea Manning hatte vor ihrer Geschlechtsangleichung als Bradley Manning bei der US-Armee im Irak gedient. Im August 2013 wurde sie wegen Weitergabe geheimer Militärberichte und diplomatischer Dokumente zu 35 Jahren Haft verurteilt. Laut dem Gericht soll Manning über 700.000 Dokumente, Videos, Gefechtsberichte und Depeschen US-amerikanischer Botschaften an die Enthüllungsplattform WeakiLeaks übergeben haben. Bereits in Haft entschied sich Bradley Manning, sein Geschlecht zu wechseln. Im  März 2015 wurde er vom Militärappellationsgericht amtlich als Frau Chelsea Manning anerkannt.

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    Tags:
    Strafe, Gefängnis, Selbstmord, Chelsea Manning, USA
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