08:51 21 Februar 2020
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    Der chinesische Sender CCTV hat eine Reportage über das neue einheimische Abwehrsystem für Mittelstreckenraketen gezeigt: Nach sechs Test-Jahren kann das System nun in Betrieb genommen werden.

    Das von China entwickelte Raketenabwehrsystem bekommt, wie der russische Militärexperte Wasilij Kaschin meint, voraussichtlich die Kennzeichnung HQ-19 und wird das zweite System seiner Art nach der US-amerikanischen Produktion sein.

    Da Entwicklung und Modernisierung der Abwehrkomplexe in permanentem Prozess seien, müsse China noch Jahre an seinen Systemen arbeiten. Vermutlich werde es in diesem Bereich Zusammenarbeit mit Russland geben – davon zeug eine gemeinsame Computerübung für Abwehrkomplexe im Mai dieses Jahres.

    Die wichtigste Frage bleibt, in welchem Ausmaß China seine Raketenabwehrsysteme stationieren können und gegen welche Gefahren sie sich richten werden. Die USA besitzen vor allem transkontinentale Raketen, die Pjöngjang aktuell kaum abfangen können wird, sowie Kurzstreckenraketen ATACMS, die das vor kurzem demonstrierte System überflüssig gemacht haben.

    Allerdings dürfe man die Möglichkeiten des chinesischen Abwehrsystems in Bezug auf Raketen im nahen Weltraum, vor allem im Bereich der Aufklärungssatelliten, nicht ignorieren. Die USA fürchten schon jetzt eine Gefahr für ihre Satelliten.

    Vor allem werde Chinas Abwehrsystem, so der russische Militärfachmann, dem Land eine Vorrangstellung gegenüber den übrigen Regionalmächten sichern, die Mittelstreckenraketen im Einsatz haben – wie Pakistan, Indien, Nordkorea und der Iran.

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    Tags:
    Raketenabwehr, CCTV, Nordkorea, Pakistan, Iran, Indien, USA, China