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    Norwegen: Respekt vor Frauen ist jetzt für Migranten Pflichtfach

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Muslimische Flüchtlinge in Norwegen sind ab sofort dazu verpflichtet, Vorlesungen über die europäische Sex-Kultur und Frauenrechte zu besuchen, wie The Guardian berichtet. Sollten sie sich weigern, sollen sie Geldstrafen zahlen.

    In Norwegen waren die Gleichberechtigungskurse für männliche Flüchtlinge nach mehreren Vergewaltigungsfällen von norwegischen Frauen durch Flüchtlinge aus dem Osten in den Jahren 2009 bis 2011 eingeführt worden. Doch bislang war die Teilnahme freiwillig. Jetzt werden Migranten fürs Fehlen finanziell bestraft. Jede zwei Wochen werden vom Beihilfe-Konto eines solchen „Bummlers“ 100 Kronen abgezogen (etwa 11 Euro).

    Ein Unterricht dauert ungefähr eine Stunde. In dieser Zeit versuchen die Lehrer den Migranten einige grundlegende Sachen zu erklären: dass Frauen und Männer in Europa gleichberechtigt sind, dass es der Mann respektieren muss, wenn die Frau keinen Sex mit einem Mann haben will, usw.

    Einige norwegische Migranten fühlen sich wegen dieser vorurteilhaften Einstellung beleidigt. „Wir wissen das auch so. Wir verstehen die Menschenrechte. Bei uns gibt es auch Liebe zwischen Mann und Frau. Aber die Europäer denken gar nicht daran, dass wir auch Kultur haben könnten, und beurteilen uns nach den Schlagzeilen der Zeitungen. Sie stellen sich uns alle mit Hidschab und ‚Allah Akbar!‘ (Gott ist groß) schreiend vor“, so einer der Vorlesungsbesucher in der Kleinstadt Moi.

    Nach Ansicht der Vertreter der liberal-konservativen Partei „Fremskrittspartiet“ (auf  Deutsch „Fortschrittspartei“), die gegen Migration auftritt, sind derartige Kurse notwendig, damit auch wirklich alle Flüchtlinge begreifen, dass sich Europa voll und ganz von ihren Herkunftsländern unterscheidet.

    „Diese Vorlesungen sind notwendig, damit Migranten verstehen, nach welchen Regeln man in Norwegen lebt. Flüchtlinge müssen wissen, dass eine Frau im Mini einfach eine Frau im Mini ist, und kein Aufruf zum Sex“, so das Parteimitglied Christian Wedler.

    Inwiefern sich diese Vorlesungen als effektiv erweisen werden, ist noch nicht erhoben worden. „Keinen Orientalen werden Kurse, die er donnerstags besucht, ändern. Sobald er eine Aufenthaltsgenehmigung hat, sagt er all dem Tschüss, was ihm dort beigebracht wurde“, meint eine Kursteilnehmerin aus Katar kritisch.

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    Tags:
    Geldstrafe, Sex, Frauen, Migranten, Norwegen