10:38 30 März 2020
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    Laut der UN-Untersuchungskommission für Menschenrechte in Syrien begeht die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ seit dem am 3. August 2014 verübten „erbarmungslosen IS-Angriff auf Jesiden in Sindschar“ auch weiter Verbrechen, darunter Genozid-Handlungen, an der Jesiden-Gemeinde.

    Die Kommission verwies darauf, dass am 3. August 2016 gut zwei Jahre vergangen seien, seit  der „erbarmungslose IS-Angriff auf Jesiden in Sindschar“, der im Norden des Iraks unweit der Grenze zu Syrien gelegenen Region, verübt worden sei. In dem am 16. Juni 2016 veröffentlichten Bericht kam die Kommission zu der Schlussfolgerung, dass der IS in Bezug auf diese Gemeinde „Genozid-Handlungen und zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie militärische Verbrechen begangen hat“. Die Experten „unterstreichen erneut, dass die IS-Verbrechen an Jesiden weitergehen“.

    Zwei Jahre nach dem Massaker an Jesiden befänden sich noch mehr als 3200 Frauen und Kinder aus dieser Gemeinde in der Gewalt der IS-Miliz.

    "Jesidische Frauen und Mädchen werden dort als Sex-Sklavinnen gehalten, während jesidische Jungen indoktriniert und für Kampfeinsätze trainiert werden", heißt es in dem Bericht der Komission. Tausende jesidische Männer und Jungen würden bis heute vermisst.

    Die Kommission verweist auf die Empfehlungen, die sie in ihrem Juni-Bericht gegeben hat. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie der Notwendigkeit, die IS-Verbrechen an Jesiden durch die Organe der Rechtspflege dringend zu behandeln, gemäß dem Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord.

    Die Kommission ist der Ansicht, dass dieser Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag oder vor einem Sondertribunal stattfinden könne.

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    Tags:
    Kurden, IS, Terrormiliz Daesh, UN, Kurdistan, Syrien