05:43 29 September 2020
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    Anstatt gemeinsam mit Moskau gegen die Terrormiliz Daesh (auch IS, Islamischer Staat) zu kämpfen, unterstützt Frankreich Washingtons Russland-Sanktionen, wie der Chef der Oppositionspartei „Debout la France“ (DLF, zu Deutsch „Steh auf Frankreich“), Nicolas Dupont-Aignan, in einem Gastbeitrag für die Zeitung Le Figaro schreibt.

    Frankreichs Bestrebung, im Interesse „befreundeter“ Staaten zu handeln, zeuge davon, dass das Land seine Unabhängigkeit verloren habe und weit entfernt von Charles de Gaulles diplomatischen Prinzipien sei, hieß es. Die Beziehungen mit Moskau und Ankara seien „traurig und äußerst absurd“, sie stellen eine beispiellos verhängnisvolle Politik angesichts des Kampfes gegen den Extremismus dar.

    Dupont-Aignan meint weiter, dass Russland „objektiv ein besserer Verbündeter im Kampf gegen den IS im Nahen Osten“ sei. Nur dieses Land habe bis jetzt effektiv gegen die Gruppierung vorgehen können. Paris sei Moskau gegenüber jedoch „ausgesprochen unflexibel“. Im Endeffekt fallen die Sicherheit der Bürger und die Stabilität in der Welt dieser Politik zu Opfer: „zugunsten einsichtsloser Entscheidungen für unpassende Partner“, schlussfolgert der Politiker.

    Auch bezüglich der Türkei bevorzuge es Frankreichs Präsident Francoise Hollande, einen Streit mit Ankara zu vermeiden, um Berlin und Brüssel nicht zu verärgern. Dabei könne die Türkei jederzeit einen neuen Flüchtlingsandrang nach Europa einleiten.

    Die USA befürchteten derweil, dass freundschaftliche Beziehungen zwischen Russland und Europa Washingtons Rolle auf dem Kontinent schwächen könnten, darum hetzten sie Brüssel gegen Moskau auf.

    Europas Besessenheit von der Ukraine-Krise und der Krim-Frage, obwohl die Halbinsel früher jahrhundertelang russisches Territorium gewesen war, all jene „absurden“ Sanktionen und „äußerst abwegigen“ Konfrontationen mit Russland seien Teile einer Politik, die gar nicht den Interessen Frankreichs entspreche, schließt Dupont-Aignan.

    Beim Nato-Gipfel in Warschau Anfang Juli hatte Hollande Russland als einen Partner eingestuft und gesagt, er wolle Moskau weder als „Gegner“ noch als „Bedrohung“ betrachten.

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    Tags:
    François Hollande, Terroristen, Zusammenarbeit, Anti-Terror-Kampf, Partnerschaft, Sicherheit, Terrormiliz Daesh, Nicolas Dupont-Aignan, Türkei, Brüssel, Russland, Europäische Union, USA, Frankreich