03:34 08 Dezember 2019
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    Prostituierte aus Rio erklärt Olympia-Prinzip: „Ich hole in meinem Geschäft Gold!“

    © AP Photo / Franka Bruns
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    Während erfahrene Prostituierte aus Brasilien zu den Olympischen Sommerspielen in Rio ihre Preise senken, um nicht von der frischen Konkurrenz verdrängt zu werden, sind die Spiele für andere Sexarbeiterinnen eine reine Goldgrube, wie die 23-jährige Escort-Dame Julianna alias Bruna im Daily-Mail-Interview sagte.

    Für Julianna ist die Olympiade demnach die einzige Chance in ihrem Leben, einmal das ganz große Geld zu verdienen und mit Menschen aus aller Welt zusammenzutreffen.

    „Die Menschen kommen in meine Stadt, um Goldmedaillen zu gewinnen. Für mich bedeutet das auch Gold in meinen Taschen, das auch mich zu einer Siegerin machen wird. Während der Olympiade will ich Goldmedaille-Trägerin in meinem ‚Geschäft‘ sein. Die Konkurrenz ist aber schon sehr hoch“, so die Sexarbeiterin.

    Julianna selbst bevorzuge dabei Bezahlung in US-Dollar.  

    Schon vor der Eröffnung der Spiele will „Bruna“ ihre ersten Olympia-Kunden organisiert haben. Obwohl die städtischen Behörden die Sexarbeit während der Olympiade einschränkten, ist Julianna zuversichtlich, dass sie und ihre Kolleginnen ein gutes Geschäft machen werden. 

    „Warum sollte ich mir denn wegen der Polizei Sorgen machen? Polizisten sind doch auch meine Kunden“, sagte sie.

    Vor einem Jahr hatte die heutige „Bruna“ in einem Frisiersalon gekündigt. Seitdem will sie schon mehrere Tausend Dollar erarbeitet haben.   

    Julianna arbeitet nach eigenen Angaben drei Tage bzw. drei Nächte pro Woche, bedient durchschnittlich vier Kunden pro Tag und träumt davon, einen Sportler zu treffen, der sie mitnehmen wird. Bei den Olympischen Spielen wolle sie jeden Tag arbeiten.

    Ihr „Service“ kostet für Ausländer umgerechnet etwa 118 Euro pro Stunde. Während der Olympiade werde sie aber ihre Preise erhöhen. Zu ihren Kunden zählten schon jetzt auch Deutsche.       

    Insgesamt verdingen sich etwa 12.000 Prostituierten zu den Spielen in Rio. Prostitution in Brasilien ist legalisiert.

    Die Olympischen Spiele 2016 starten am 5. August. Die Wettbewerbe dauern bis zum 21. August. Rund 400.000 Besucher werden zu den Olympischen und Paralympischen Spielen erwartet.

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    Olympische Spiele, Prostitution, The Daily Mail, Brasilien