21:11 21 September 2018
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    Weltweites Gedenken an die Opfer der Anschläge in Brüssel

    Anschläge von Brüssel und Paris: Vom belgischen Staat selbst finanziert?

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    Mindestens fünf Attentäter der Anschläge von Brüssel und Paris haben in Belgien Sozialhilfe bezogen, wie The Wall Street Journal berichtet. Die Gesamtsumme der Beihilfen soll über 50.000 Euro gelegen haben. Hat das Land damit die schweren Anschläge quasi selbst finanziert?

    Die letzten Zahlungen an die Terroristen sollen etwa drei Wochen vor den Anschlägen auf den Konten eingegangen sein, wie belgische Ermittler herausfanden. Allein Salah Abdeslam, Hauptverdächtiger der Pariser Terroranschläge, soll insgesamt 21.000 Euro von den belgischen Behörden erhalten haben, obwohl er per Gesetz gar kein Recht auf Beihilfe gehabt hätte. Abdeslam war als Manager einer Bar in Brüssel angestellt und sogar als Mitbesitzer des Lokals registriert.

    Laut dem Chef der belgischen Finanzsicherheitsbehörde, Philippe De Koster, gibt es jedoch keine direkten Indizien dafür, dass Terroristen diese Finanzmittel unmittelbar für die Vorbereitung der Anschlägen eingesetzt hätten. Nichtsdestotrotz „dienten diese Beihilfen für sie (die Attentäter – Anm. d. Red.) als Mittel zum Lebensunterhalt und wurden somit zur indirekten Unterstützung deren terroristischer Tätigkeit“, so De Koster.

    Nach Einschätzung der Behörden kosteten die Anschläge in Paris die Terroristen weniger als 30.000 Euro, das Blutbad in Brüssel gar nur etwa 3.000 Euro. Vor dem Hintergrund der neuesten Fakten, so betonte De Koster, seien dringend Reformen im staatlichen Sozialsystem notwendig.

    Bei den Anschlägen auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel waren am 22. März 32 Menschen getötet und rund 340 verletzt worden. Zwei Bomben explodierten am Brüsseler Flughafen, eine weitere in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe des EU-Viertels. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die mehrere Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert.

    Am 13. November hatten drei Terroristengruppen Paris attackiert. Bei den Explosionen am Stadion Stade de France, einer Massengeiselnahme in der Konzerthalle Bataclan und Schüssen auf mehrere Cafés waren mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 350 weitere wurden verletzt. Zu der größten Terrorattacke in der Geschichte Frankreichs bekannten sich die Dschihadisten des sogenannten Islamischen Staates (IS, auch Daesh), die weite Gebiete Syriens und des Irak kontrollieren.

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