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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Die beiden Attentäter von Ansbach und Würzburg hatten Kontakt zu mutmaßlichen IS-Terroristen in Saudi-Arabien, berichtet „Der Spiegel“. Nach neuen Erkenntnissen waren die Taten zudem anders geplant, als sie am Ende verliefen.

    Das ergibt sich aus Chats, die deutschen Behörden vorliegen. So gehen sie bei dem Ansbacher Attentäter Mohammad Daleel davon aus, dass sein Tod nicht geplant war. Seinen mit selbst gebasteltem Sprengstoff gefüllten Rucksack habe er unbemerkt auf das Musikfestival bringen und später aus der Ferne zünden sollen. Dem „Spiegel“ zufolge sollen seine Chatkontakte Daleel dazu aufgefordert haben, seine Tat zu filmen und das Video dann an die Terrormiliz Daesh zu schicken. Doch die Bombe explodierte wohl zu früh und tötete ihn. 15 Menschen wurden verletzt.

    Auch der mit einer Axt und einem Messer bewaffnete17-jährige Flüchtling Riaz Khan Ahmadzai, der in einem Regionalzug bei Würzburg mehrere Fahrgäste schwer verletzte, soll einen Kontaktmann in Saudi-Arabien gehabt haben, so „Der Spiegel“. Er habe sich vor der Attacke im Chat mit den Worten „Wir sehen uns im Paradies“ verabschiedet.

    Das Blatt berichtet ferner, dass der IS-Kontaktmann dem Jugendlichen vorgeschlagen habe, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren. Das habe er jedoch abgelehnt, da er angeblich keinen Führerschein besaß. Stattdessen habe Ahmadzai vorgeschlagen, in einen Zug zu steigen und die erstbesten Fahrgäste anzugreifen. So tat er es denn auch.

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    Tags:
    Explosion, Kontakt, Attentäter, Terrormiliz Daesh, Saudi-Arabien, Würzburg, Ansbach