11:18 16 Dezember 2019
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    Uganda: Polizei stürmt Schwulen- und Lesben-Club

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    Die Polizei hat einen Nachtclub am Rande der ugandischen Hauptstadt Kampala gestürmt, wo zu dem Zeitpunkt eine Veranstaltung für Homosexuelle stattfand, berichtet Reuters.

    „Sie ergriffen Menschen, rissen ihre Kleidung herunter. Vor allem haben sie mit Aufmerksamkeit auf die Transgender geschaut. Anscheinend versuchten sie zu begreifen, ob das Männer oder Frauen sind“, berichtet eine Augenzeugin.

    15 Menschen wurden von der Polizei festgenommen. Einem Polizeivertreter zufolge hätten die Ordnungskräfte rechtzeitig über die Veranstaltung benachrichtigt werden müssen.

    „Wenn sich eine große Gruppe von Menschen versammelt, muss das der Polizei mitgeteilt werden. Aber sie haben anscheinend auch noch versucht, homosexuellen Geschlechtsverkehr zu propagieren, aber das ist verboten in Uganda“, sagte er.

    Alle Verhafteten wurden schließlich ohne jegliche Anklagen freigelassen. Die Teilnehmer der Party haben sich ihrerseits bei Menschenrechtlern beklagt: Die Ordnungskräfte sollen sie ohne Erlaubnis fotografiert und versucht haben sie zu abzutasten, um festzustellen, zu welchem Geschlecht sie gehören.

    Seit 2013 gibt es eine lebenslange Strafe für Homosexuelle in Uganda. Dem Gesetz zufolge wird diese angewendet, wenn es sich um homosexuellen Geschlechtsverkehr mit erschwerendem Tatbestand handelt. In anderen Fällen ist eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren vorgesehen.

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    Tags:
    Polizei, Lesben, Schwule, Afrika, Uganda