09:45 15 November 2019
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    Monsune veranlassen Indien zum Umstieg auf Elektroautos

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    Die sommerlichen Unwetter in Indien haben eine akute Brennstoffkrise ausgelöst, die ein Benzindefizit und Massenprotestaktionen im Land heraufbeschworen hat. Dies soll allerdings die ausgesprochenen Versprechungen der Regierung über den Umstieg auf E-Mobile glaubwürdiger machen, meint der Chefredakteur des Portals Clean Technica, Zachary Shahan.

    Im März hatte der Minister für erneuerbare Energien Indiens, Piyush Goyal, erklärt, dass Indien bis 2030 das erste Land der Welt sein werde, das auf Benzin und Dieselöl verzichtet. Derzeit befindet sich Indien weit von diesem Ziel entfernt.

    Doch die jüngsten Ereignisse sollten die Regierung Indiens dazu zwingen, dieses utopische Versprechen möglichst schnell in die Tat umzusetzen, so Shahan. Monsunregen und die von ihnen ausgelösten Erdrutsche beschädigten erheblich die Straßen, die den entlegenen Bundesstaat Tripura mit dem restlichen Indien verbinden. Der isolierte Staat verbleibt ohne Brennstoff, Tausende PKW und öffentliche Verkehrsmittel blieben stehen. Die verärgerten Bürger beschuldigen die Regierung an dem Kollaps.

    Die schnellstmögliche Umsetzung der Regierungspläne sei jetzt also lebenswichtig für die Behörden des Landes, schloss Shahan.

    Inzwischen kommen jährlich auf Dutzende Millionen verkaufte Benzinautos in Indien nur etwa 20.000 elektronisch angetriebene Fahrzeuge. Doch die Regierung rechnet mit einem Anstieg dieser Zahl auf sechs Millionen bis 2020.

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