10:43 26 Juli 2017
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    US-Präsidentschaftskandidatin und Ex-Außenministerin Hillary Clinton in Denver

    „Tötung und Verleumdung“: Angehörige der Bengasi-Opfer verklagen Hillary Clinton

    © REUTERS/ Rick Wilking
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    Die Eltern von zwei Amerikanern, die 2012 in der libyschen Stadt Bengasi getötet worden waren, haben eine Klage gegen US-Präsidentschaftskandidatin und Ex-Außenministerin Hillary Clinton wegen „widerrechtlicher Tötung“ und „Verleumdung“ eingereicht. Dies berichtet der Sender Fox News.

    2012 waren bei einem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi vier US-Bürger, darunter der Botschafter, ums Leben gekommen. Clinton war zu jener Zeit Chefin des amerikanischen Außenamtes, deshalb wird sie oft für die Tragödie in Libyen kritisiert. Man wirft ihr unter anderem die mangelnde Absicherung der Botschaft vor.

    In ihrer Klage legen Patricia Smith, die Mutter von Sean Smith, und Charles Woods, der Vater von Tyrone Woods, Clinton zur Last, dass sie durch die Nutzung eines privaten Servers für die Kommunikation mit dem US-Botschafter in Bengasi, Christopher Stevens,  „fahrlässig und rücksichtslos“ den Aufenthaltsort ihrer Söhne, der eigentlich ein Staatsgeheimnis gewesen war, preisgegeben und dadurch ihren Tod bei der Terrorattacke verursacht habe. Die Ex-Außenministerin soll die Angehörigen der Bengasi-Opfer auch vor den Medien verleumdet haben.

    Im März hatte Hillary Clinton bei einer Wahlveranstaltung im US-Bundesstaat Illinois gesagt, die USA hätten in Libyen keinen einzigen Menschen verloren. Dabei ließ sie jedoch den bewaffneten Überfall auf die US-Botschaft am 11. September 2012 unerwähnt. Damals wurden vier Menschen getötet: Botschafter Chris Stevens, der Diplomat Sean Smith sowie zwei ehemalige Mitglieder der Sondereinheiten, Tyrone Woods und Glen Doherty. Am Folgetag kamen bei einem Angriff auch zwei CIA-Männer ums Leben.

    Ursprünglich hatte man den Überfall mit dem Film „Innocence of Muslims“ in Zusammenhang gebracht, den viele Muslime als Beleidigung empfanden. Der Kongress-Ausschuss für den Bengasi Anschlag kam jedoch zu dem Schluss, dass die Attacke geplant und keine spontane Aktion gewesen war.

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    Tags:
    Tötung, Klage, Gericht, US-Präsidentschaftswahl 2016, Hillary Clinton, Bengasi, Libyen, USA
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