13:07 21 Januar 2020
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    Die letzten 16 Flüchtlinge haben am Montag das Regensburger Pfarrheim verlassen, berichtet RP Online am Montag. Damit ist die Protestaktion von etwa 50 Asylsuchenden, die zuvor den Dom besetzt und dann in ein Pfarrheim umgesiedelt worden waren, friedlich beendet.

    Die 35-tägige Aktion von Flüchtlingen aus Albanien und Kosovo sei ohne polizeiliche Zwangsmaßnahmen zu Ende gegangen. Die Asylsuchenden hätten das Pfarrheim St. Emmeram geräumt, nachdem sie von der Polizei dazu aufgefordert worden waren. Nun sind sie laut RP auf dem Weg zu den zuständigen Behörden.

    Das Bistum zeigte sich über diesen Ausgang erleichtert. Es bleibt laut dem Generalvikar Michael Fuchs jedoch eine gewisse Nachdenklichkeit. „Uns war von Anfang an wichtig, dass Menschen, die in Not zu uns kommen und um Hilfe bitten, nicht im Stich gelassen werden“, so Fuchs.

    Die Sorge, die Kirchen würden jetzt aus Angst vor ähnlichen Fällen zugesperrt, hält Fuchs für unbegründet:

    „Unsere Kirchen bleiben offen für alle Menschen, die beten wollen, die Stille suchen oder unsere Kirchen bewundern“, so der Generalvikar.

    Anfang Juli hatten 45 Flüchtlinge aus Albanien und Kosovo den Regensburger Dom besetzt, um für ihr Bleiberecht und gegen die Einstufung mehrerer Balkanländer als sichere Herkunftsstaaten zu demonstrieren. Da der Dom die Versorgung von so vielen Menschen nicht gewährleistet konnte, wurde ein Großteil der Gruppe in ein nahegelegenes Pfarrheim umgesiedelt.

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    Tags:
    Polizei, Protestaktion, Flüchtling, Kirche, Kosovo, Albanien, Regensburg, Deutschland