03:14 24 Januar 2020
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    Die als „Indiens Eiserne Lady“ bekannte Menschenrechtsaktivistin Irom Sharmila beendet ihren 16-jährigen Hungerstreik, wie die britische Zeitung The Guardian berichtet. Die 44-Jährige wolle im indischen Staat Manipur im Nordosten des Landes bei örtlichen Wahlen antreten.

    Am Dienstag teilte die Aktivistin mit, dass sie ihre Protest-Strategie ändern müsse.

    „Manche Leute finden es seltsam, dass ich in die Politik gehen will. Sie sagen, Politik sei schmutzig, aber genauso ist auch die Gesellschaft. Ich möchte bei den Wahlen gegen die Regierung kämpfen“, so Sharmila.

    ​„Sharmila wird dafür kämpfen, den Staat aus den Fängen der Armee auf den Straßen Manipurs zu befreien“, kommentiert der Leiter der Aktivistengruppe Human Rights Alert und ehemaliger Kollege von Sharmila, Babloo Loitongbam.

    Seit November 2000 befindet sich Sharmila in einem Krankenhaus in Imphal, der Hauptstadt ihres Heimatstaates Manipur, in Untersuchungshaft. Dort wird sie mittels einer durch ihre Nase eingeführten Magensonde zwangsernährt.

    Als Teil des Gerichtsverfahrens muss Sharmila alle zwei Wochen an Verhandlungen teilnehmen.

    Die 44-Jährige war in Hungerstreik getreten, als vor knapp 16 Jahren paramilitärische Kräfte zehn Zivilisten in Manipur töteten. Die Soldaten handelten angeblich auf Grundlage eines Gesetzes aus der Kolonialzeit, das in manchen Teilen Indiens noch in Kraft ist und ihnen erlaubt, ein Grundstück zu betreten, es zu durchsuchen und jeden sofort zu erschießen.

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    Tags:
    Hungerstreik, Menschenrechte, Indien