22:18 09 Dezember 2019
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    Kriegszerstörungen im Donbass

    Uno zu Donbass-Opfern: Im Juli Rekordhoch seit 2015 erreicht

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    Die Zahl der im Konflikt im Donbass getöteten und verletzten Zivilisten ist im Juli dieses Jahres auf ein Rekordhoch seit September 2015 gestiegen. Das geht aus einem Bericht des UN-Amtes für Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hervor.

    „Die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung hat ein Jahres-Rekordhoch erreicht. Das Amt des Hohen Menschenrechtskommissars hat im Juli 73 Fälle registriert, bei denen Zivilisten zu Schaden kamen“, heißt es. 

    Wie aus dem Dokument weiter verlautet, wurden im Juli acht Zivilisten getötet und weitere 65 verletzt. Bisher war im Juni ein Rekordhoch gemeldet worden – damals gab es 69 Betroffene, darunter zwölf Tote und 57 Verletzte. 

    Laut dem Bericht ist das doppelt so viel wie von September 2015 bis Mai 2016, als sich im Monat durchschnittlich 34 Fälle dieser Art ereignet hatten. 

    Insgesamt kamen nach UN-Angaben seit Ausbruch des Konfliktes 9.553 Menschen ums Leben. Über 22.000 Personen erlitten Verletzungen. Mehr als eine Million Menschen haben ihr Heim verloren. Grund für den Tod der Zivilisten sind Feuerangriffe, die „immer öfter tagsüber und in Ortschaften ausgeführt werden“. 

    In dem Bericht wurde unter anderem Besorgnis hinsichtlich der ukrainischen Gesetzgebung zu intern vertriebenen Personen geäußert.

    „Die neuen Maßnahmen zur Bestimmung des Status von intern vertriebenen Personen rufen Besorgnis hervor“, so das Dokument. 

    Das neue Ministerkabinett der Ukraine hatte im April die Gründung eines „Ministeriums für vorübergehend besetzte Gebiete und intern Vertriebene“ gebilligt, heißt es auf der offiziellen Webseite der ukrainischen Regierung.

    Die neue Behörde sei geschaffen worden, um „rechtzeitig auf die vorhandenen Probleme und Gefahren in den Gebieten Donezk und Lugansk sowie auf der Krim reagieren zu können“.

    Im April 2014 hatten die ukrainischen Behörden eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit von Kiew erklärt hatten. Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde.

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    Opfer, Uno, OCHA, Viktor Janukowitsch, Lugansk, Donbass, Ukraine