20:32 30 Oktober 2020
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    Mit einer neuen Petition will der Professor der Universität von Chicago, Alan Kuperman, die US-Lieferungen von Uran an das Atomforschungs-Zentrum der belgischen Gemeinde Mol aussetzen lassen: Das hochangereicherte Uran könnte in die Hände von Terroristen gelangen, teilt die Agentur Belga mit.

    Allein mit einer 134-Kilo-Partie Uran könnten Terroristen laut Kuperman sechs Atombomben bauen. Die Verwaltung des Atomzentrums in Belgien wiegelte jedoch ab: „Im Atomzentrum in Mol sind alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen durch ständige Militärpräsenz gewährleistet“. Und zweitens könne das hochangereicherte Uran nicht einfach so gestohlen werden.

    „Es ist nicht so, als könnten hier zwei Typen mit einem Lieferwagen aufkreuzen, das radioaktive Material aufladen und dann verschwinden“, sagte der Atom-Experte Damien Ernst von der Universität Lüttich. „Das hochangereicherte Uran wird unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Reaktor gelagert. Für den Diebstahl radioaktiver Stoffe ist besonders viel Fachwissen gefragt.“

    Zuvor hatten örtliche Medien berichtet, dass eines der Ziele der Terroristen Atomkraftwerke seien.

    Belgische Wissenschaftler setzen hochangereichertes Uran bei ihren Forschungen für ärztliche und industrielle Zwecke ein. Interessanterweise wurde das in der belgischen Kolonie Kongo gewonnene Uran von den USA beim Bau der Atombomben verwendet, die dann 1945 auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.

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    Tags:
    Bombe, Atomkraftwerke, Lieferungen, Uran, Chicago, Belgien, USA