06:21 25 Oktober 2020
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    In der Nacht zum Freitag haben rund 30 Kurden für knapp zwei Stunden das Landesstudio des WDR in Düsseldorf besetzt. Sie wollten auf solche Weise gegen die Lage in der Türkei protestieren, wie dpa meldet.

    Die Gruppe demonstrierte friedlich und verließ auf Bitten eines WDR-Mitarbeiters freiwillig das Gebäude. Verletzt wurde niemand, hieß es. Wie dpa unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtet, wollten sie mit Plakaten und mit lauten Rufen in kurdischer Sprache auf die politische Lage in der Türkei hinweisen. 

    Seit dem Putschversuch in der Türkei am 15. Juli geht die türkische Führung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan mit großer Härte gegen alle vor, die sie als Gegner betrachtet. Die Kurdische Gemeinde in Deutschland hält deshalb eine Massenflucht für wahrscheinlich.

    „Kurzfristig rechne ich mit Zehntausenden, mittelfristig mit einigen Hunderttausend Schutzsuchenden aus der Türkei in Deutschland“, zitiert die „Welt“ den Verbandsvorsitzenden Ali Toprak.

    Im Oktober 2014 hatten Kurden schon einmal mit ähnlichen Aktionen auf die Situation kurdischer Kämpfer aufmerksam gemacht, die in der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobani gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) kämpften. Dabei stürmten die Demonstranten das Gebäude des deutschen Auslandssenders Deutsche Welle in Bonn, so die „Welt“.

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    Tags:
    Studio, besetzen, Protest, Politik, Kurden, WDR, Düsseldorf, Türkei, Deutschland