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    Atomkrieg aus Versehen immer wahrscheinlicher – Ex-Verteidigungschef der USA

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    Es wird immer schwieriger, die Sicherheit des Atomarsenals zu garantieren. Schuld daran sind nach den Worten des früheren US-Verteidigungsministers William Perry die Cyber-Gefahren, die zu einem zufälligen Einsatz von Atomwaffen führen können.

    „Heute ist es schwieriger als zur Zeit des Kalten Krieges. Es bestehen Gefahren einer virtuellen Einmischung oder eines Fehlers, wenn jemand mit einer bösen Absicht im Cyberraum handelt und auf unsere Kommandozentren abzielt“, sagte Perry in einem Sputnik-Interview.

    Die Gefahr, unbeabsichtigt einen Atomkrieg zu entfesseln, existierte während des Kalten Krieges, bleibe jedoch auch heute noch bestehen. Während des Kalten Krieges sei es beispielsweise zu einem Vorfall gekommen, als ein Techniker versehentlich ein Trainingsprogramm in das Lenkungssystem einer Raketenanlage runtergeladen hatte.

    Menschliche Fehler oder Fehlauslösungen werden Perry zufolge auch künftig der Fall sein. Wenn es soweit wäre, hätte der US-Präsident nur wenige Minuten, um zu entscheiden, ob Interkontinentalraketen eingesetzt werden sollen oder nicht, sagte Perry.

    William Perry bekleidete von Februar 1994 bis März 1997 das Amt des US-Verteidigungsministers.

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    entfesseln, wahrscheinlicher, Risiko, Gefahr, Atomkrieg, Kalter Krieg, William Perry, Russland, USA