15:42 31 Oktober 2020
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    Der Ex-Leibwächter des Al-Qaida Chefs ist aus dem Guantanamo-Gefängnis entlassen worden. Er darf nun in Montenegro ein neues Leben anfangen, wie örtliche Medien berichten. Dort soll der Mann „resozialisiert“ werden und mit seiner Familie zusammenleben können.

    ​Der Jemenite Abdel Malik al Rahabi hat die letzten 15 Jahre in der umstrittenen US-Haftanstalt Guantanamo auf Kuba abgesessen. Er war, wie viele andere, nie angeklagt oder verurteilt worden. Nun werden einige Häftlinge im Vorfeld der Schließung der Anstalt in ein Regierungsprogramm zur Resozialisierung gesteckt.

    Im Rahmen dieses Programms wurde al Rahabi nun nach Montenegro überwiesen. Dort wolle er „das Gestrige vergessen“ und „ein neues Leben anfangen“, wie der Ex-Häftling selbst angab.

    Der Jemenite war 2001 zusammen mit 31 weiteren Al-Qaida-Anhängern festgenommen worden. Seine Freilassung wurde bereits vor zwei Jahren beschlossen, später allerdings wegen des Konflikts in Jemen verschoben.

    Im Jahr 2002, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Beginn der US-Operation gegen Al-Qaida und die Taliban im selben Jahr in Afghanistan, wurde in Guantanamo ein Gefängnis geschaffen, in dem in den letzten Jahren Hunderte von Menschen aus vielen Ländern wegen Terrorverdachts festgehalten wurden. Die Insassen sind weder angeklagt noch verurteilt worden.

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    Tags:
    Al-Qaida, Barack Obama, Osama Bin Laden, Guantanamo, Kuba, USA