23:27 19 Oktober 2018
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    Ukraine: Warmwasserrechnungen mit Nato-Einsatz-Werbung

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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (143)
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    Die Einwohner von Kiew haben ihre Warmwasserrechnungen mit einer ungewöhnlichen Werbung auf der Rückseite bekommen, die sie zum Berufswehrdienst in der ukrainischen Armee auffordert. Dies berichtet die ukrainische Zeitung „Westi“ am Montag.

    Das Angebot enthalte einen „Bonus", und zwar die Möglichkeit, an Nato-Friedenseinsätzen im Ausland teilzunehmen.

    Ein Berufssoldat könne mit einem Gehalt von 7.000 bis 12.000 Hrywna (250 bis 429 Euro) sowie mit einer kostenlosen Ausbildung und einem Zimmer in einem Wohnheim rechnen, heißt es in dem Text der Werbung. Außerdem dürfe er mit einem Entgelt von 1000 bis 1200 Euro an Friedenseinsätzen der Nato teilnehmen. 

    Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium schließt ein Gehalt von etwa 7000 Hrywna Zuschüsse und Prämien ein, das Basisgehalt beträgt dabei 3000 Hrywna (107 Euro).

    ​In einem inoffiziellen Gespräch mit der Zeitung gaben die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums zu, dass die Behörde wegen des Rückgangs der Zahl an Freiwilligen zu solch einer Maßnahme habe greifen müssen.

    Was die Nato-Auslandseinsätze anbetrifft, könne bestenfalls jeder zehnte Bewerber aus den Reihen der Berufssoldaten bei den Nato-Friedenstruppen angestellt werden, sagte der Vorsitzende des ukrainischen Verbandes der Veteranen des Militäreinsatzes in der Ost-Ukraine (der sogenannten Anti-Terror-Operation), Kyrill Sergejew. Die Bewerber müssten eine Reihe Tests und Proben absolvieren. Die Teilnahme an Nato-Missionen sei auf die Partnerschafts-Verpflichtungen des Staates zurückzuführen. „Wir stellen Friedenssoldaten bereit, und sie helfen uns mit Waffen und Beratungen", so Sergejew.

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    Tags:
    Friedensoperationen, Friedenstruppen, Werbung, Wehrdienst, NATO, Ukraine