10:52 18 Oktober 2018
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    Nach Olympia kein Doping mehr? Meldonium könnte bald „entkriminalisiert“ werden

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    Die Substanz Meldonium, die seit dem 1. Januar 2016 als Doping gilt, könnte laut dem lettischen Biochemiker und Erfinder des Präparats, Ivars Kalvins, noch in diesem Jahr von der Wada-Dopingliste entfernt werden, teilt „The Baltic Course“ mit.

    „Die Wada musste schon zweimal Zugeständnisse in der Meldomium-Frage machen, und das dritte Zugeständnis wird die Streichung von Mildronate von der Liste der verbotenen Substanzen sein“, sagte Kalvins im Gespräch mit einem lettischen TV-Sender.

    Der Wissenschaftler soll sich im September mit den Wada-Vertretern in Kanada treffen, um das Thema zu besprechen.

    Zuvor hatte der Biochemiker wiederholt unterstrichen, dass Meldonium kein Doping sei: Es schütze das Herz lediglich vor Überlastung.

    Am 1. Januar 2016 hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada Meldonium auf die Dopingliste gesetzt. Im April lockerte die Wada allerdings ihre Forderungen und kündigte an, sie akzeptiere einen Meldonium-Gehalt von bis zu einem Mikrogramm pro Milliliter in Proben, die vor dem 1. März 2016 abgegeben wurden.

    Seit Anfang März wurden Dutzende russische Sportler positiv auf Meldonium getestet, darunter Tennis-Superstar Marija Scharapowa, Schwimmerin Julia Jefimowa, Eiskunstläuferin Jekaterina Bobrowa, Schlittschuhläufer Pawel Kulischnikow und andere. Allerdings ließ man später die Anschuldigungen gegen viele von diesen Sportlern wieder fallen.

    Meldonium wurde in den 1970er Jahren in Lettland entwickelt. Der metabolische Modulator stimuliert den Sauerstoffwechsel, wodurch die Belastbarkeit erhöht und die Regenerierung nach übermäßigen Belastungen angeregt wird. Der weltweit einzige Hersteller dieses Präparats ist das lettische Unternehmen Grindeks.

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    Doping, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Julia Jefimowa, Ivars Kalvins, Maria Scharapowa, Rio de Janeiro, Lettland, Russland