14:13 23 Oktober 2018
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    Burkini-Badeanzug

    Französische Ministerin für Frauenrechte ruft zum Kampf gegen Burkinis auf

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    Die französische Ministerin für Familie, Kinder und Frauenrechte, Laurence Rossignol, hat das Tragen von Burkinis, einem Ganzkörperbadeanzug für Musliminnen, am Strand auf Schärfste kritisiert, berichtet Europe 1.

    Sie bezeichnete den Burkini als „archäisch“ und rief dazu auf, dagegen anzukämpfen.

    Burkini
    © Flickr / AMISOM Public Information
    Gegen diesen Archaismus sollten Rossignol zufolge kaltblütige Politiker kämpfen, die keine geheimen Absichten haben. Darunter versteht die Ministerin nach eigenen Worten vor allem die Ansichten von Rechtsextremen, die den „Islam zum wichtigsten Verhandlungsthema für die nächsten Monate“ machen wollen.

    Die Verwaltung der südfranzösischen Stadt Cannes hatte am 12. August das Tragen von Burkinis verboten. Die Behörden begründeten dies damit, dass Strandbekleidung, die auffällig auf eine religiöse Zugehörigkeit hinweist, zur Störung der öffentlichen Ordnung führen könnte, weil Frankreich zurzeit Ziel terroristischer Angriffe sei.

    Zuvor hatte der Bürgermeister der französischen Stadt Les Pennes-Mirabeau, Michel Amiel, für das Verbot einer „Burkini-Party“ in einem privaten Spaßbad plädiert.

    Im April 2011 war in Frankreich ein Verschleierungsverbot in Kraft getreten.

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    Tags:
    Kampf, Verbot, Muslime, Strand, Laurence Rossignol, Nizza