15:36 20 Juni 2018
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    Gefängnis in Haarlem

    Ankara lässt Zehntausende Häftlinge frei

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    Putschversuch in der Türkei (231)
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    In der Türkei sollen etwa 38.000 Inhaftierte im Rahmen einer sogenannten „kontrollierten Freilassung “ aus den Gefängnissen entlassen werden, wie der türkische Justizminister Bekir Bozdag am Mittwoch via Twitter mitteilte.

    Die betreffende Reform ist im Text des Staatserlasses vom 17. August 2016 enthalten. Es heißt, sie werde vielen Inhaftierten eine frühzeitige Freilassung ermöglichen, allerdings auf Bewährung.

    Diese Entscheidung sei der Überlastung des türkischen Gefängnissystems geschuldet, die durch die hohe Anzahl neuer Häftlinge im Rahmen der Ermittlungen nach dem gescheiterten Putschversuch im Land verursacht wurde.

    Zuvor hatte Bozdag mitgeteilt, dass insgesamt schon mehr als 26.000 Verdächtige nach dem Umsturzversuch festgenommen worden seien.

    Eine Gruppe türkischer Militärs hatte in der Nacht zum 16. Juli einen Putschversuch unternommen, der aber scheiterte. Der Umsturzversuch kostete rund 300 Menschen das Leben, es gab knapp 1500 Verletzte.  Ankara beschuldigte den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen, hinter dem Putschversuch zu stecken.

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    Justizminister, Verdächtiger, Reform, Verhaftete, Putschversuch, Fethullah Gülen, Bekir Bosdağ, Türkei
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