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    Eine Einwohnerin des US-Bundesstaates New Jersey hat nach drei Jahren ihr Recht auf ein Autokennzeichen mit der Zeichenfolge „8THEIST“ (liest sich wie „Atheist“) per Gericht erkämpft, wie The New York Times schreibt. Von nun an dürfen sich die Fahrer in New Jersey auf ihren Nummernschilden frei zur Ungläubigkeit bekennen.

    Die Amerikanerin Shannon Morgan hatte ihr Wunschkennzeichen bereits im November 2013 beantragt. Die Verkehrskommission von New Jersey  lehnte den Antrag jedoch ab, mit der Begründung, das Kennzeichen könne „beleidigend“ wirken.

    Nach der Absage beantragte Morgan interessenhalber ein neues Kennzeichen, diesmal aber mit der Zeichenfolge „BAPTIST“. Das Nummernschild wurde ihr rasch erteilt. Im April 2014 verklagten dann Vertreter der Organisation Americans United for Separation of Church and State (AUSCS, „Amerikaner vereinigt für die Trennung von Kirche und Staat“) im Namen der Frau die Verkehrskommission.

    „Sie hat richtig begriffen, dass das ein klarer Fall von religiöser Diskriminierung gegen Atheisten und Nichtgläubige war“, sagte der Chefjurist von AUSCS, Richard Katskee. Die Verkehrskommission wies die Vorwürfe allerdings zurück: Der Antrag sei nur aus „Versehen“ abgelehnt worden, hieß es da.

    Am 12. August 2016 endete das eingeleitete Gerichtsverfahren. Demnach wird Morgan das erwünsche Autokennzeichen bekommen, sobald sie einen erneuten Antrag stellt und die Gebühr von 50 US-Dollar zahlt. Auch andere Autokennzeichen wie "SECULAR", "HUMANIST", "ATHEISM", "GODLESS" usw. muss die Zulassungsstelle von nun an auf Antrag herausgegeben. Die Kommission werde auch die Gerichtskosten der Frau tragen — stolze 75.000 US-Dollar.

    Morgan sei mit diesem Ausgang zufrieden. Jetzt fürchte sie aber, das lang ersehnte Nummernschild zur Schau zu stellen: Man habe ihr im Netz gedroht, ihr Auto zu beschädigen, sollte sie mit ihrem inzwischen schon berühmten Kennzeichen auftauchen.

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    Tags:
    Diskriminierung, Religion, New Jersey, USA