00:11 25 Juni 2018
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    Donezk: Kiew verlegt wieder Kampftechnik an Trennlinie im Donbass

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    Die ukrainischen Sicherheitskräfte haben 25 Granatwerfer, Mehrfach-Raketenwerfer-Systeme Grad und Artilleriegeschütze an die Trennlinie im Donbass verlegt. Dies erklärte der Vize-Stabschef der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, am Mittwoch gegenüber Journalisten.

    „Wir registrieren die Verlegung von vom Minsker Abkommen verbotener Kampftechnik der ukrainischen Streitkräfte an die Trennlinie. So wurden im Raum von Werchnetorezkoje, lediglich vier Kilometer von der Trennlinie entfernt, zehn 120-Millimeter-Granatwerfer gesichtet“, so Bassurin.  

    Auch in der Umgebung von Granitnoje und Andrejewka wurden laut Bassurin neun Artilleriegeschütze, vier Granatwerfer und zwei Mehrfach-Raketenwerfer-Systeme Grad gemeldet. 

    Laut Bassurin haben die ukrainischen Sicherheitskräfte allein in den zurückliegenden 24 Stunden nahezu 700 Minen und Geschosse auf den Donbass abgefeuert. 

    Wie der Verwaltungschef des Petrowski-Stadtbezirks von Donezk, Maxim Schukowski, sagte, waren bei Feuerangriffen der ukrainischen Armee in der vorigen Woche drei Stadtbewohner getötet und weitere vier verletzt worden. Am Wochenende wurden ihm zufolge acht Wohnhäuser zerstört.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit rund zwei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.000 Menschen ums Leben gekommen. Seit September gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder verletzt wird.

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    Tags:
    Kampftechnik, Verlegung, Waffenruhe, Grad-Mehrfachraketenwerfer, Uno, Maxim Schukowski, Eduard Bassurin, Lugansk, Donezk, Ukraine