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    Die ukrainisch-russische Grenze

    Kiew ermittelt: Mauerbau an russischer Grenze „schluckt“ Staatsgelder

    © AFP 2019 / Sergey Bobok
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    Die Ukraine hat Ermittlungen wegen Veruntreuung von zwei Millionen Griwna (etwa 80.000 US-Dollar) eingeleitet, die für den „Mauer-Bau“ an der Grenze zu Russland bereitgestellt worden waren. Dies teilte der Pressedienst der Staatsanwaltschaft mit.

    Die ukrainische Zeitung „Westi“ schreibt, dass die Veruntreuung staatlicher Mittel im Gebiet Tschernihiw aufgefallen sei. Es habe sich herausgestellt, dass ein staatlicher Betrieb den Auftrag an einen privaten Auftragnehmer übergeben und einen Vorschuss gezahlt haben soll. Auch Baumaterial soll eingekauft worden sein. Allerdings seien tatsächlich keinerlei Arbeiten ausgeführt worden.

    Den hierfür verantwortlichen Beamten drohen laut der Zeitung nun fünf bis acht Jahre Haft sowie ein dreijähriger Ausschluss von bestimmten Posten bzw. bestimmten Tätigkeiten.

    Im Jahr 2014 hatte die Regierung des damaligen Premierministers der Ukraine, Arseni Jazenjuk, Details des „Mauer“-Projekts bestätigt, wonach an der Grenze zu Russland ein Graben ausgehoben und Zäune errichtet werden sollten.

    Wie Jazenjuk damals erklärte, sollte dieser Schutzwall bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten des Projekts sollten sich auf etwa vier Milliarden Griwna (über 192 Millionen US-Dollar) belaufen.

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    Tags:
    Mauer, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine