04:56 02 Juni 2020
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    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sein Bedauern geäußert und eingeräumt, dass sich die Uno gegenüber den Opfern eines Cholera-Ausbruchs in Haiti moralisch in der Pflicht sehe. Dies steht in der Erklärung des Pressedienstes der Vereinten Nationen.

    „Der Generalsekretär der Vereinten Nationen bedauert zutiefst das schreckliche Leid, welches die Haitianer durch die Cholera-Epidemie erfahren haben. Die Uno trägt eine moralische Verantwortung gegenüber den Cholera-Opfern und für die Unterstützung Haitis bei der Überwindung der Epidemie“, hieß es.

    Es wurde auch mitgeteilt, dass der UN-Generalsekretär derzeit aktiv mit der Festlegung von Maßnahmen befasst sei, die es erlauben, eine materielle Hilfe zu erweisen sowie den von der Cholera betroffenen Bürgern Haitis direkt zu helfen.

    Zuvor war berichtet worden, dass Haiti die Uno nicht verklagen könne, weil die Vereinten Nationen gegen Strafverfolgung als immun gelten. Dies hatte seinerzeit ein US-Gericht entschieden.

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    © AP Photo / Felipe Dana
    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2010 rund 700.000 Haitianer von der Krankheit betroffen, etwa 8.400 davon sind an Cholera gestorben. Die mögliche Mitschuld an der Cholera-Epidemie geben die Einheimischen den Blauhelmsoldaten aus Nepal, die nach dem schweren Erdbeben zur Hilfe gekommen waren. Diese sollen in ihrem Lager den Fluss mit Fäkalien verunreinigt und so den Ausbruch der Seuche verursacht haben. Direkt aus diesem Fluss hatte die einheimische Bevölkerung Trinkwasser und Wasser zum Waschen bezogen.

    Der UNO wird schon länger eine Mitschuld am Ausbruch der Cholera-Epidemie vorgeworfen. Bisher hatte die Organisation aber jegliche Vorwürfe zurückgewiesen.

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    Tags:
    Cholera, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Uno, Ban Ki-moon, Haiti