06:23 20 Oktober 2020
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    Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen (108)
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    Ankara hat die Annäherung mit Russland unfreiwillig wegen Abwesenheit anderer Variante eingeleitet, wie der oppositionelle Prediger Fethullah Gülen in einem Interview gegenüber dem Sender Al Arabiya äußerte.

    „In der Türkei gibt es zurzeit viele Probleme. Und ich denke, dass diese Schritte die verzweifelten Handlungen aus Mangel an Alternativen verkörpern“, antwortete Gülen auf die Frage, ob die Annäherung der Türkei mit Russland und dem Iran als eine neue Linie in der Außenpolitik oder als ein Versuch, Druck auf den Westen auszuüben, gedeutet werden könne.

    Der Prediger bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als einen weisen Mann und klugen Politiker, der alle Handlungen der türkischen Regierung verstehe und sich nicht täuschen lasse.

    Am 9. August hatte in St. Petersburg das erste Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan nach der Krise in den bilateralen Beziehungen stattgefunden. Damit galt der Neustart im Verhältnis zwischen Moskau und Ankara nach dem Abschuss des russischen Bombers Su-24 im November 2015 als besiegelt.

    Putin und Erdogan erklärten ihre Absicht, die Zusammenarbeit in allen Bereichen wiederherzustellen. Wie die russische Seite besonders hervorhob, werden die gegen türkische Unternehmen gerichteten speziellen Wirtschaftseinschränkungen etappenweise aufgehoben und die Projekte Turkish Stream und AKW Akkuyu wiederbelebt. Die Charterflüge sollen wieder aufgenommen und die Visaprobleme zwischen beiden Ländern geklärt werden. Obwohl die Türkei Nato-Mitglied ist, zeigte sich Erdogan zu einer Zusammenarbeit mit Moskau in der Rüstungsindustrie bereit.

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    Fethullah Gülen, Recep Tayyip Erdogan, Wladimir Putin, Türkei, Iran, Russland