09:43 19 November 2017
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    Ein Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Al-Hasaka

    Dementi aus Al-Hasaka: Keine syrischen Jets von US-Kampfjets abgefangen

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    Eine Quelle aus dem Kommando der syrischen Regierungsarmee an der Front in der Provinz Al-Hasaka hat gegenüber der Nachrichtenagentur Sputnik Medienberichte dementiert, wonach die von den USA geführte Koalition die syrische Luftwaffe in der Region behindere.

    „Die syrische Luftwaffe fliegt nach wie vor über Al-Hasaka. Niemand ist berechtigt unsere Kräfte an Luftoperationen zu hindern", teilte die Quelle mit.

    Außerdem dementierte die  Sputnik-Quelle auch Informationen über ein angebliches Vorrücken der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG).

    Zuvor hatten Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Sprechers des US-Verteidigungsministeriums berichtet,  dass US-amerikanische Jägerflugzeuge F-22  zwei syrische Bomber Su-24  im Luftraum von Al-Hasaka abgefangen hätten.

    Inzwischen soll die syrische Regierungsarmee ihre Militäroperation gegen die bewaffnete kurdische Miliz nach der am vergangenen Dienstag verletzten Waffenruhe  wieder aufgenommen haben. Damals hatten die kurdischen  Volksverteidigungseinheiten die Stellungen der Regierungstruppen mit Minenwerfern beschossen.

    Seit der vergangenen Woche hält die syrische Regierungsarmee eine  Militäroperation im östlichen Teil des Bezirks Al-Naschwa  in der Provinz Al-Hasaka. Vor zwei Tagen hat auch eine Offensive im Bezirk Geweran begonnen. Der Sputnik-Militärquelle zufolge soll damit ein Ring um die Stadt Al-Hasaka gezogen und die Stadt eingekesselt werden. Danach sollen die Truppen weiter ins Zentrum der Stadt  vorrücken.

    Der Bürgermeister der Stadt Al-Hasaka, Muhammed Zaalan Al-Ali, sagte gegenüber Sputnik, kurdische Militäreinheiten hätten die Straße Al-Hasaka-Al-Qamischli blockiert und damit das Vordringen der Regierungstruppen und  deren Verbündeter blockiert.

    „Wir schätzen zwar die Hilfe, die die kurdischen Milizen im Kampf gegen Terroristen im vergangenen Jahr leisteten: Sie  forderte 500 Todesopfer und 900 Verletzte unter den kurdischen Soldaten", so Al-Ali. „Wir sind aber erstaunt, dass die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) jetzt ihre Waffen gegen das Syrische Heer und andere Regierungseinrichtungen richtet, obwohl die Regierungsarmee die Kurden im Kampf gegen die Terroristen früher unterstützte."

    Bislang hat keine der Konfliktparteien in Al-Hasaka Informationen über die Zahl der Opfer unter Soldaten und Zivilisten bekanntgegeben.

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    Tags:
    Luftwaffe, Kurden, Syrische Regierungsarmee, Syrien