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13:38 20 August 2019
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    Jeder hat eine Chance auf Friedensnobelpreis 2016 – von Snowden bis Trump

    © Foto : Pixabay
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    Am 7.Oktober werden die Namen der Nobelpreisträger bekanntgegeben. Das Institut für Friedensforschung in Oslo (PRIO), eine unabhängige Gruppe, stellt jedes Jahr seit 2002 eigene Prognosen auf, und diesmal ist keine Ausnahme. Der Direktor der Organisation, Kristian Berg Harpviken, enthüllt der Sputnik-Redaktion das Geheimnis, auch wenn nur zum Teil.

    „Wir führen im Laufe des Jahres Studien über die globalen Bedingungen für friedliche Verhältnisse durch; es ist bereits eine Tradition für uns geworden, bei der Vorhersage der Nominierungen auf der Liste unsere eigenen Studien anzuwenden“, so Harpviken gegenüber Sputnik.

    Die Liste der mutmaßlichen Kandidaten für den Friedensnobelpreis nach Prognose von PRIO ist ziemlich lang. Hier die fünf Spitzenkandidaten nach Auffassung des Direktors:

    Edward Snowden

    Ex-NSA-Agent Edward Snowden
    © REUTERS / Mark Blinch
    Ex-NSA-Agent Edward Snowden

    Eine unerwartete und ziemlich uneindeutige Kandidatur. Snowden wurde für seinen Beitrag zur Informierung der Menschen überall auf der Welt über die Gefahr von Überwachungs- und Spionagepratiken auf die Liste gesetzt.

    Selbst in den USA führten Snowdens Enthüllungen zu politischen und juristischen Reformen. Doch seine Rolle bleibt ziemlich ambivalent, auch in Norwegen. Aber wenn es ihm gestattet würde, an der Zeremonie teilzunehmen, könnte er festgenommen werden.

    Ernest Moniz und Ali Akbar Salehi

    US-Energieminister Ernest Moniz
    © AFP 2019 / Jim Watson
    US-Energieminister Ernest Moniz
    Ali Akbar Salehi, der Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation (AEOI)
    © AP Photo / Vahid Salemi
    Ali Akbar Salehi, der Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation (AEOI)

    US-Energieminister Ernest Moniz und Ali Akbar Salehi, der Leiter der Iranischen

    Atomenergieorganisation (AEOI), seien des hohen Preises durchaus würdig. Als ihre größte gemeinsame Errungenschaft gilt die Unterzeichnung des historischen Abkommens über das iranische Atomprogramm, wobei die beiden Männer als wichtigste Unterhändler agierten.

    Juan Manuel Santos und Timoleon Jimenez

    Der kolumbische Präsident Juan Manuel Santos
    © AFP 2019 / LUIS ROBAYO
    Der kolumbische Präsident Juan Manuel Santos

    Der Präsident Kolumbiens, Santos, und der Anführer der kolumbianischen Guerilla-Organisation FARC, Jimenez sollen dank der Beendigung des 50-jährigen Krieges und des Übergangs zu einem Friedensprozess nominiert werden.

    Thelma Aldana, Aura Elena Farfan und Ivan Velasquez

    Der kolumbianische Leiter der CICIG, Iván Velásquez Gómez und die Generalstaatsanwältin, Thelma Aldana
    © AFP 2019 / Johan ORDONEZ
    Der kolumbianische Leiter der CICIG, Iván Velásquez Gómez und die Generalstaatsanwältin, Thelma Aldana

    Eine der markantesten, aber wenig bekannten politischen Umwälzungen fand 2015 in Guatemala statt. Diese drei arbeiteten seit 1994 in verschiedenen Rollen unaufhörlich für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit, die Registrierung von Vermissten und die Unterstützung der Angehörigen.

    Jeanne Nacatche Banyere, Jeannette Kahindo Bindu und Dr Denis Mukwege

    Diese drei haben eine lange Erfahrung in der Bewältigung der Folgen von sexuellen Misshandlungen in kriegszerrütteten Ländern.

    Unter weiteren Kandidaten auf der Liste figurieren solche Persönlichkeiten wie Donald Trump, Chinas Präsident Xi Jinping, die Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon, Papst Franziskus, die Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad Basee Taha und postum der Philanthrop und Menschenfreund Abdul Sattar Edhi, der einen enormen Beitrag zu Pakistans öffentlichem Gesundheitssystgem geleistet hatte.

    Auf die Frage, ob der Republikanische Präsidentschaftskandidat eine Chance habe, den Friedensnobelpreis zu gewinnen, antwortete Harpviken:

    „Donald Trump ist vielleicht der unwahrscheinlichste Kandidat für den Nobelpreis, aber was ist nicht schon alles auf der Welt passiert!“

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    Tags:
    Papst Franziskus, Xi Jinping, Edward Snowden, Donald Trump, China, Kolumbien, Iran, Norwegen, Oslo, USA