06:49 25 März 2017
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    Öl-Fracking löst Erdbeben aus: In Texas zittert die Erde

    © AP Photo/ Hasan Jamali
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    Die vor kurzen registrierten Erdbeben im US-Bundesstaat Texas sind höchstwahrscheinlich durch die Entsorgung von Abwasser verursacht worden, das bei Öl- und Gasbohrungen entsteht. Diese Erkenntnis der US-Umweltagentur EPA wird durch Forschungen an den Universitäten von Texas bestätigt, meldet Reuters.

    „Nach Auffassung von EPA besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die seismischen Aktivitäten im Norden von Texas mit Bohrungen für Industrieabwässer im Zusammenhang stehen“, heißt es in einem EPA-Brief an die Kommission für Eisenbahnen von Texas, die die Ölindustrie in dem Bundesstaat regelt.

    Laut dem Brief stehen die jüngsten Erdbeben in direktem Zusammenhang mit dem Salzwasser, das bei Bohrungen nach dem Fracking-Verfahren unter die Erde gepumpt wird. Die Kommission hatte zuvor die Erkenntnisse diesbezüglicher Universitätsforschungen bezweifelt.

    EPA äußert Besorgnis über die seismischen Aktivitäten im Raum von Dallas Fort Worth, die sich auf unterirdische Trinkwasserquellen auswirken könnten. Die Behörde hatte bereits früher den Betrieb von zehn Abwassersonden verboten, um die Zahl der Erdbeben zu verringern.

    In den USA wird in den letzten Jahren viel über die Fracking-Methode als Ursache für Erdbeben diskutiert. Nach Angaben des US-Geologiedienstes (USGS) ist die Zahl der Erdbeben im Land in den vergangenen sechs Jahren drastisch gestiegen. Hatte es in der Zeit zwischen 1973 bis 2008 im zentralen Teil des Landes im Jahresdurchschnitt 24 Erdbeben gegeben, wurden in den Jahren 2009 bis 2015 insgesamt 318 und im Jahr 2015 bereits 1010 Erdstöße registriert. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Texas, Colorado, New Mexico und Arkansas.

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    Tags:
    Fracking, Erdbeben, USA
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    Alle Kommentare

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      veritas2014
      Kann man diskutieren. Die Spannungen in der Erde lösen sich so oder so. Jedenfalls sind viele kleine Erbeben besser als ein großes. St. Andreas lässt grüßen. Ob die Jungs nun Fracken oder auf der Haarp he spielen. Wenn sie im eigenen Land viele kleine Beben haben, dann kann auch ein möglicher Gegen oder die Natur das große Beben nicht mehr auslösen. alles-schallundrauch.blogspot.de/2008/05/gibt-es-eine-erdbebenwaffe.html
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      Der Profit steht über allem!

      >>> Laut dem Brief stehen die jüngsten Erdbeben in direktem Zusammenhang mit dem Salzwasser, das bei Bohrungen nach dem Fracking-Verfahren unter die Erde gepumpt wird. Die Kommission hatte zuvor die Erkenntnisse diesbezüglicher Universitätsforschungen bezweifelt. <<<

      Das ist doch nicht anzuzweifeln.

      Die Schweizer haben dies schon erkannt und haben daher ein Erdwärmeprojekt im Raum Basel eingestellt.
      Auch hier wurde Wasser durch eine fünf Kilometer tiefe Bohrung in das Gestein gepumpt, um die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen.

      www.blick.ch/news/schweiz/forscher-loesen-in-basel-erdbeben-aus-id122126.html
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