Widgets Magazine
09:41 19 Oktober 2019
SNA Radio
    Hillary Clinton

    Clintons „E-Mail-Affäre“ bedarf einer neuen Sichtweise

    © REUTERS/ Carlos Barria/File Photo
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
    0 390
    Abonnieren

    Es spielt keine Rolle, wer die E-Mails der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton angegriffen hat, wie die amerikanische Online-Zeitung The Huffington Post schreibt. Viel wichtiger sei doch deren Inhalt. Das Blatt übt dabei Kritik an The New York Times.

    Die Wähler sollten sich demnach besser auf die aufgeflogene Korruption anstatt sich auf das verdächtigte Land und die Hacker zu konzentrieren. Als Beispiel dafür führt der Autor des Artikels die weit verbreiteten Informationskampagnen an, als der innenparteiliche Rivale von Hillary Clinton, Bernie Sanders, gegen Chuck Todd opponierte. Damals erhielt Todd einen Vorsprung vom Nationalkomitee der Republikanischen Partei, wobei seine Kampagne in den Medien positiv beleuchtet wurde. Gegen Sanders begann eine Informationsattacke.

    Außerdem habe sich The New York Times in ein PR-Unternehmen von Hillary Clinton verwandelt. Dabei würde der Inhalt der von der Plattform WikiLeaks enthüllten E-Mails ignoriert, während die Zeitung viel Aufmerksamkeit den Motiven der Tat von Julian Assange schenke.

    Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sei „extrem nachlässig“, heißt es weiter. Dies beweise nicht nur das Ausland, sondern auch das FBI, dessen Untersuchungen Clinton nicht in die Hände spielten.

    Die Demokraten selbst gäben Russland die Möglichkeit, die eigene Wahlkampagne zu kritisieren. Und dies bedeute nicht, dass Moskau versuche, den Wahlkampflauf zu beeinflussen.

    Zuvor hatte WikiLeaks E-Mails der US-Demokraten veröffentlicht, aus denen hervorging, dass der Parteiapparat sich während der Vorwahlen nicht an das Neutralitätsprinzip gehalten, die Kandidatur von Hillary Clinton von Anfang an unterstützt und ihren Parteirivalen Bernie Sanders diskreditiert hatte. Clinton ihrerseits beschuldigte die russischen Geheimdienste, in die Hackerattacke auf den US-Demokraten-Server verwickelt gewesen zu sein. Der Kreml wies die Vorwürfe als absurd zurück.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)

    Zum Thema:

    Amerikaner wollen weder Trump noch Clinton - Umfrage
    Ukrainischer Milliardär ist Spitzen-Spender der Clinton-Stiftung
    Obama unterbricht Urlaub für Clinton-Fundraising
    US-Staatssicherheit: Justizministerium führt „neue Clinton-Standards“ ein – Assange
    US-Jugend will Clinton – Umfrage
    Tags:
    Korruption, Affäre, Meinung, Medien, US-Präsidentschaftswahl 2016, WikiLeaks, Hillary Clinton, USA