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01:21 19 August 2019
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    Neue Informationen: Versunkenes Atlantis auf Sardinien gefunden?

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    Die italienische Insel Sardinien könnte das mythische Inselreich Atlantis sein, meint der italienische Journalist Sergio Frau. Diese Theorie soll durch jüngste Luftraufnahmen bekräftigt werden.

    Sardinien habe alle Merkmale von Atlantis, so Frau. So entspreche die Insel der Beschreibung von Atlantis durch den griechischen Philosophen Platon, der es als Land, reich an Wasser und Wäldern, mit mildem Klima, was es ermöglichte, mehrmals im Jahr die Ernte einzubringen, beschrieb. Außerdem bezeichnete Platon die Einwohner von Atlantis als „Turmbauer“, dabei könnte er die berühmten sardinischen Nuraghen, prähistorische Turmbauten, gemeint haben.

    Eines dieser nuraghischen Denkmäler wurde unweit der sardinischen Stadt Barumini entdeckt. Um es aus der zwölf Meter tiefen Schlammschicht herauszuholen, brauchten die Archäologen 14 Jahre. Die Luftaufnahmen zeigen, dass fast alle Nuraghen, die sich ein wenig über dem Meeresspiegel befanden, mit Schlamm überflutet wurden. Und die anderen, die sich höher befanden, wurden nicht überflutet. Als eine mögliche Ursache dafür gilt laut dem Journalisten eine Flutwelle, die auch Atlantis habe zerstören können.

    Aber das passt nicht ins Bild: Platon schrieb, dass Atlantis vor 9.000 Jahren zugrunde ging. Also müsste das jetzt 11.500 Jahre her sein, aber in dieser Zeit existierte im Mittelmeerraum keine Zivilisation. Platon könnte aber dabei 9.000 Monate und nicht 9.000 Jahre gemeint haben, wie es üblich für diese Epoche war. Dann wäre die Rede vom Jahr 1.200 vor Christi, und es könnte höchstwahrscheinlich Sardinien sein. Denn in dieser Zeit erlebte die Insel den Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit, und es kam oft zu starken Erdbeben.

    Es ist außerdem bekannt, dass Atlantis sich östlich der Säulen des Herakles befand, die sich, einigen Annahmen zufolge, bis zum 3. Jahrhundert nach Christi nicht in der Straße von Gibraltar, sondern der von Sizilien befanden. Die Säulen, die damals das Ende der Welt markierten, könnten vom griechischen Gelehrten Eratosthenes verschoben worden sein, mit dem Ziel, die Stadt Delphi zum Zentrum der Welt zu machen, nachdem Alexander der Große die östlichen Grenzen erweitert hatte.

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