11:24 22 August 2017
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    Lettischer Politiker: Russisch soll Pflichtsprache an Schulen in Lettland werden

    Lettlands Premier gesteht Fehler bei Integration russischsprachiger Bevölkerung ein

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    Laut dem lettischen Ministerpräsidenten Māris Kučinskis sind in der Republik bei der Integrierung der russischsprachigen Bevölkerung mehrere Fehler begangen worden.

    „Wir haben in puncto Integration nicht alles gemacht. Wir wissen Bescheid über mehrere Fehler, zum Beispiel bei der Verfügbarkeit des lettischen Informationsraumes in Lettgallen. Wie kann man ein Patriot Lettlands sein, wenn keine lettischen Fernsehsender vorhanden sind? Vor kurzem haben wir festgestellt, dass zwei lettische Radiosender im Bezirk Krāslava nicht verfügbar sind. Deshalb wurde eine Lösung gefunden, wie dieses Problem beseitigt werden kann. Wenn wir diesen Menschen keine Information auf Lettisch zur Verfügung stellen können, so müssen wir ihnen die notwendige Information auf Russisch gewähren“, sagte Kučinskis am Donnerstag bei einer Diskussion in der Stadt Rēzekne.

    In Lettland leben zwei Millionen Menschen. Darunter sind etwa 40 Prozent russischsprachig. Im Land gibt es nur eine Amtssprache – Lettisch. Etwa 250.000 Einwohner des Landes sind Nichtbürger – ehemalige Bürger der Sowjetunion, die nach dem Erlangen der Unabhängigkeit Lettlands in Lettland geblieben waren, aber deren Vorfahren nicht vor 1940 in der Republik gelebt hatten. Die Nichtbürger sind ständige Einwohner der Republik, sind aber in manchen Rechten eingeschränkt. Insbesondere können sie nicht an Wahlen teilnehmen und bestimmte Ämter im Staatssektor bekleiden.

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