09:29 22 August 2017
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    Nazi-Goldzug in Polen bislang nicht entdeckt

    Schatzsuche: Nazi-Goldzug in Polen bislang nicht entdeckt – Suche geht weiter

    © AP Photo/ Dariusz Gdesz
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    Die Hobbyschatzsuche am vermeintlichen Standort des Panzerzuges mit Nazi-Gold, bekannt als „Goldzug“, auf Schienen nahe der polnischen Stadt Wałbrzych ist ergebnislos verlaufen, meldet die Agentur Associated Press.

    Das Hobbyforscherteam um Piotr Koper (Polen) und Andreas Richter (Deutschland) habe drei tiefe Gruben gegraben, aber „weder den Zug noch den Tunnel“ entdeckt, in dem er seinerzeit versteckt worden sein soll, teilte der Sprecher vor Ort, Andrzej Gaik, der Agentur mit.

    Die Grabungsarbeiten waren ihm zufolge in der vergangenen Woche an dem Ort aufgenommen worden, auf den Einheimische verwiesen hatten, die von der Existenz des Zuges gewusst haben wollen. Nach dem Misserfolg habe schweres Gerät die ausgehobenen Gruben wieder zugeschüttet. Die Arbeiten sollen insgesamt 140.000 Złoty (33.000 Euro) gekostet haben, heißt es.

    Koper und Richter hatten im vergangenen Sommer behauptet, mit einem Bodenradar in Polen einen deutschen Zug aus dem Zweiten Weltkrieg in einem unterirdischen Tunnel entdeckt zu haben. Die Grabungsarbeiten haben nun jedoch die von einem Team der Universität Kraków gezogenen Schlüsse bestätigt, das keine Anzeichen für einen Zug oder Tunnel gefunden hatte.

    Trotz des Misserfolgs wollen die Hobbyforscher nicht aufgeben, sagte Gaik. Im September sei geplant, die Suche nach dem sagenumwobenen „Goldzug“ auf einem Nachbarabschnitt fortzusetzen.Über die Vorbereitung und den Verlauf ihrer Grabungen berichten die Hobby-Historiker auf ihrer offiziellen Homepage, wo sie auch aktuelle Videos und Fotos veröffentlichen.

    Die Suche nach dem „Nazi-Panzerzug“ ist mit einer Legende verbunden, laut der die Nazis 1944 ihre in Europa gemachte Kriegsbeute beim Rückzug vor der heranrückenden Sowjetarmee mit Zügen durch unterirdische Tunnel abtransportiert haben sollen. Ein solcher Zug soll angeblich in Niederschlesien, das heute zu Polen gehört, steckengeblieben sein.

    Den Standort des Zuges erfuhren die Hobbyschatzsucher von einem Einheimischen, der vor seinem Tod erklärt hatte, mitgeholfen zu haben, den Zug zu verstecken. In Polen lösten die Meldungen über diesen Nazi-Zug ein echtes „Goldfieber“ aus, so dass sich die Behörden sogar genötigt sahen, den vermeintlichen Standort des Objekts für Schatzjäger zu sperren. Es hieß, dass ein Schatzsucher in der polnischen Stadt Świebodzin den Tod gefunden habe, als er auf einem alten deutschen Friedhof in eine Gruft stürzte.

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    Tags:
    Nazi-Gold, Piotr Koper, Polen
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