12:39 16 Januar 2018
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    Burkini-Verbot auf Korsika gilt weiter – Bürgermeister

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    Der Bürgermeister der korsischen Stadt Sisco, Ange-Pierre Vivoni, hat angekündigt, er plane nicht, das Verbot für den muslimischen Schwimmanzug Burkini an städtischen Stränden aufzuheben – trotz des Verdikts des Obersten Verwaltungsgerichts Frankreichs zu dieser Frage, schreibt Le Figaro am Freitag.

    „Die Spannungen in Sisco sind sehr groß, die Gemüter erhitzen sich. Ich werde mich persönlich an den Verwaltungsgerichtshof wenden, um die Gesetzmäßigkeit meiner Entscheidung nachzuweisen. Ich will nicht und habe nicht vor, meine Entscheidung zu ändern, möge das der Verwaltungsgerichtshof machen, falls er es für notwendig hält“, sagte Vivoni in einem Interview mit dem Sender BFMTV.

    Die Entscheidung über das Burkini-Verbot sei Ende August nach einer Massenprügelei an einem Strand getroffen worden, betonte der Bürgermeister. Vertreter der marokkanischen Gemeinde sollen Touristen angegriffen haben, die die Umgebung gefilmt und dabei ohne Absicht Schwimmerinnen in Burkinis aufgenommen hatten.
    Am Freitag wies das Oberste Verwaltungsgericht Frankreichs hat das Burkini-Verbot ab.

    Mindestens 15 Städte im Südosten Frankreichs hatten unlängst bereits ein Burkini-Verbot eingeführt. Obwohl der französische Premier Manuel Valls diesen Schritt unterstützte, sprachen sich viele Politiker dagegen aus. Am Donnerstag sagte Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, er wolle im Fall seines Sieges bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen ein Burkini-Verbot auf seinem Staatsgebiet verhängen.

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    Tags:
    Korsika, Frankreich
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