06:50 25 März 2017
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    Soldaten des ukrainischen Geheimdienstes SBU

    Ukraine: SBU soll Dutzend Gefangene aus Geheimgefängnis entlassen haben

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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
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    Aus einem geheimen Gefängnis des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU sind 13 Häftlinge auf freien Fuß gesetzt worden, wie aus dem Bericht „Human Rights Watch“ der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervorgeht.

    Die Gefangenen sollen demnach nach der Veröffentlichung des UN-Berichtes „Sie existieren nicht“ über geheime Gefängnisse in der Ukraine freigelassen worden sein: Sechs Menschen am 25. Juli, weitere sieben, darunter eine Frau, am 2. August, hieß es.

    „Die Freilassung von 13 Menschen ist eine positive Wandlung, die nur die Notwendigkeit bestätigt, diesen Verstößen ein Ende zu setzen und Ermittlungen aufzunehmen, um Gerechtigkeit zu erlangen“, sagte der AI-Regionaldirektor für Europa und Zentralasien, John Dalhuisen.

    „Wir rufen Kiew dazu auf, unverzüglich Maßnahmen zur Befreiung der restlichen Häftlinge zu ergreifen.“ 

    Angehörige des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) sollen die Häftlinge aus Charkiw (Ostukraine) nach Druschkowka und Kramatorsk im Gebiet Donezk gebracht und dort freigelassen haben. 

    Im Juni 2016 hatte der Assistent für Menschenrechte des UN-Generalsekretärs, Ivan Šimonović, mitgeteilt, der SBU organisiere systematisch Razzien und setze Folter gegen die Personen, die als Sympathisanten der Kämpfer im Donbass gelten.

    Den entsprechenden Bericht über die Lage in der Ukraine hatte die Uno im Juni dieses Jahres vorgestellt. Das Dokument berichte von Hunderten Fällen rechtswidriger Festnahmen, Folter und unmenschlicher Behandlung in Kiew sowie im Donbass. Außerdem seien die Menschenrechtler sehr darüber besorgt, dass es in der Ukraine weitere fünf geheime Gefängnisse unter der Kontrolle Kiews gebe.

    Themen:
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)

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    Tags:
    Freilassung, Häftlinge, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Uno, Amnesty International, Ivan Šimonović, John Dalhuisen, Donbass, Ukraine
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