11:53 12 Dezember 2019
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    Situation in der Ostukraine (Archivbild)

    Donbass-Fake mit Folgen: Ukrainischer Verteidigungsminister muss Fotografen feuern

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    Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak hat den freiwilligen Arbeiter und Fotografen Dmitri Murawski dem Berateramt enthoben, wie die Behörde auf ihrer Homepage meldet.

    Als Grund für diese Entscheidung gilt die große Resonanz, die einige Aufnahmen Murawskis aus dem Donbass hervorgerufen hatten, heißt es in einer Mitteilung.

    Dabei handele es sich vor allem um ein Fake-Bild, welches den Moment einer Attacke der Rebellen in der Ortschaft Schirokino zeigen soll. Auf der Aufnahme gebe es zahlreiche Fehler: einen Kinderwagen, durch die Explosion nicht betroffenes Gras, lächelnde Militärs. Höchstwahrscheinlich sei das Foto zweimal gemacht worden — zuerst mit rennenden Soldaten, dann noch einmal ohne. Danach wurde das Foto angeblich per Photoshop umgestaltet.

    Der Skandal war nach der Veröffentlichung eines Artikels in der Zeitung „The Washington Post“ entbrannt, der behauptete, Murawski habe seine bekannte Aufnahme, die im Donbass unter Beschuss geratene ukrainische Militärs zeigen sollte, gefälscht. Der Fotograf aber hatte alle Anschuldigungen zurückgewiesen und besteht auf der Originalität seines Fotos. Er sei bereit, dies vor Gericht zu beweisen, hieß es damals.

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    Aufnahme, Fotograf, Foto, Verteidigungsministerium der Ukraine, Stepan Poltorak, Donbass, Ukraine