12:36 11 Dezember 2017
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    IS-Video: Vater erkennt seinen Sohn

    „Das ist doch mein Sohn!“ – Vater erkennt in IS-Henker eigenen Jungen

    © Foto: Youtube/Top World News
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    Der Vater eines 13-jährigen Jungen, der von seiner Mutter radikalisiert, entführt und nach Syrien gebracht worden war, hat den Jugendlichen in einem grausamen IS-Hinrichtungsvideo identifiziert, schreibt Daily Mail. Bei dem jungen Briten soll es sich um JoJo, Sohn der meistgesuchten britischen IS-Anhängerin Sally Jones, handeln.

    In dem Propaganda-Video sind fünf Jungen zu sehen, die mitleidlos je eine Geisel ohne jedwede Gesichtsregung erschießen. Der zweite Junge von rechts soll JoJo sein.Davon zeugen mehrere Details: zum einen ist er blauäugig, zum anderen werde er bei seiner Aufnahme auf den Namen Abu Abdullah Al-Britani getauft. Ähnliche Namen werden für IS-Kämpfer aus Großbritannien verwendet. Zudem ist der Vater sicher, dass der Junge JoJo heißt oder zumindest hieß.

    Der Mann, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will, betont gegenüber Daily Mail, sein Junge sei von der Mutter durch psychischen Druck geändert worden.

    "Er war ein brillanter und normaler Junge, der im Park gern Käfer sammelte. Ich muss das jetzt ausblenden. Es ist hart, wir müssen nun weiterleben. Es ist widerlich, dass er einer Gehirnwäsche unterzogen wurde“, kommentierte er.

    Die Engländerin Sally Jones, ehemalige Gitarristin und Leadsängerin der Mädel-Punk-Band Krunch, hatte sich 2013 der Terrormiliz Daesh angeschlossen. Die Britin gilt gegenwärtig als eine der meist gesuchten IS-Terroristinnen.

    Sallys Mann, für den sie ihre Karriere als Punk-Sängerin aufgegeben hatte, starb im vergangenen Jahr bei einem Angriff der US-Luftwaffe auf die syrische Stadt Rakka. Der damals 21-Jährige aus Birmingham galt als talentierter und fanatischer Hacker in den Diensten des IS. Nach dem Tod des Cyberterroristen versprach die "Dschihad-Braut", sich in einem der westlichen Länder in die Luft zu sprengen.

    Die Terrormiliz Daesh stellt derzeit eine der größten Gefahren für die globale Sicherheit dar. Innerhalb von drei Jahren brachten die Terroristen weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle. Sie versuchen außerdem, ihren Einfluss auch auf nordafrikanische Staaten, darunter Libyen, auszudehnen. Unterschiedlichen Angaben zufolge hatte die Terrormiliz eine Fläche von mehr als 100.000 Quadratkilometern erobert. Der Organisation sollen zwischen 30.000 und 240.000 Kämpfer angehören.

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    Tags:
    Großbritannien, Syrien
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