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    Frankreich will Islam reformieren – jetzt nur noch französisch sprechende Imame

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    Frankreich will die islamischen Institution im Land neu organisieren und damit den Kampf gegen die Radikalisierung in der Gesellschaft verstärken, berichtet das Handelsblatt.

    Demnach sollen Imame nur noch französisch sprechen und direkt im Land ausgebildet werden. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve gab an, eine Stiftung und eine religiöse Vereinigung schaffen zu wollen, die den Bau von Moscheen und die Ausbildung von Imamen und islamwissenschaftlichen Studien finanziell unterstützen sollen.

    „Wir brauchen einen Islam, der mit beiden Füßen in der Republik steht“, erläuterte Cazeneuve sein Vorhaben am Montag.

    Der französische Staat soll die neue Stiftung mit Mitteln versorgen. Damit soll die Rolle ausländischer Geldgeber verringert und gleichzeitig gewährleistet werden, dass Hassprediger keine Chance haben. Der ehemalige französische Innenminister Jean-Pierre Chevenement soll die Stiftung leiten.

    Aufgrund der strikten Trennung von Kirche und Staat darf die staatlich unterstützte Stiftung jedoch nicht die Ausbildung oder die Errichtung von Moscheen finanzieren. Aus diesem Grund soll auch eine religiöse Vereinigung gegründet werden. Details dazu sollen bis Jahresende ausgearbeitet werden.

    Die Neuordnung der islamischen Institutionen ist dem Handelsblatt zufolge seit mehreren Jahren ein Thema in Frankreich. Die jüngsten islamistischen Anschlagsserien fordern jedoch eine rasche Abwicklung.

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    Islam, Bernard Cazeneuve, Frankreich