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    Warschau: EU steckt in der schwersten Krise seit ihrer Gründung

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    Die EU erlebt zurzeit die schwerste Krise in ihrer Geschichte, äußerte der Chef des polnischen Sejms (Unterhaus), Marek Kuchcinski, am Mittwoch auf einer internationalen Konferenz der Parlamentsvorsitzenden in Warschau.

    „Die Europäische Union und ganz Europa erleben die größte Krise seit ihrer Entstehung; diese veranlasst schnell wachsende Spannungen in der ganzen Welt“, wird Kuchcinski von der Agentur PAP zitiert.

    Fechtkunst (Symbolbild)
    © Sputnik / Alexei Filippov
    Ihm zufolge hängt die gegenwärtige Sachlage in der EU mit dem Zusammenfallen mehrerer Krisensituationen zusammen.

    Die Krise der Eurozone basiere auf den wachsenden Schulden der EU-Länder und einer schwachen Wirtschaftsentwicklung, sowie der Hilflosigkeit der EU angesichts von Terrorismus und Militärkonflikten wie in der Ukraine, sagte der Sejm-Chef.

    Zudem sei in der Schengen-Zone durch den Flüchtlingsansturm und den Brexit eine funktionelle und strukturelle Krise zu beobachten.

    „Die EU kann diese Krisen nicht bewältigen. Das Misstrauen gegenüber den europäischen Institutionen wächst, während die Beteiligung an den Wahlen zum Europaparlament zurückgeht. In vielen Ländern nehmen die Anti-Integrations-Stimmungen zu. Alle diese Faktoren treiben Missbrauch mit der europäischen Solidarität, der bisher die Möglichkeit einer freiwilligen Vereinigung der europäischen Staaten und Garantien für ein Leben in Frieden und Sicherheit für Bürger aller europäischen Staaten zugrunde gelegen hatten“, sagte er.

    An der Konferenz „Solidarität und Souveränität“ nehmen Parlamentschefs und deren Stellvertreter aus Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Georgien, Mazedonien, Moldawien, Serbien, der Türkei und der Ukraine teil.

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    Tags:
    Schengen-Zone, Krise, Schengen, EU, Marek Kuchcinski, Ukraine, Türkei, Serbien, Moldawien, Mazedonien, Georgien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Weißrussland, Aserbaidschan, Armenien, Polen