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15:27 21 Oktober 2019
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel

    „Kadavergehorsam“ statt Skrupel: Wofür Merkels Herz wirklich schlägt – Medien

    © REUTERS / Stefanie Loos
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    Das Herz der Bundeskanzlerin Angela Merkel schlägt für die USA, wie der Politologe Jürgen Dittberner in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ schreibt. Trotzdem versuche Deutschland aus lauter „US-Kadavergehorsam“, auch Russlands Politik zu beeinflussen.

    Seit der Krim-Krise sei Merkel eine der stärksten Kritikerinnen des Kremls, so Dittberner in seinem Artikel „Wie Merkel das Erbe Deutschlands verspielt“.

    Die Nachfolgerin Schröders, welcher den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Freund betrachtete und noch gute Beziehungen zu Russland gepflegt hatte, habe „keine Skrupel“ und vertue zurzeit viel vom Erbe der Bundesrepublik. Aus der „Westintegration“ sei „Kadavergehorsam vor allem gegenüber den USA“ geworden.

    Schon als Merkel noch in der Opposition war, hatte sie versprochen, dass sie als Regierungschefin Deutschland auch in den Irak hätte einmarschieren lassen. Später habe sie dann gemerkt, wie leicht sie in Europa den Ton angeben konnte, ohne die Meinung der kleineren Länder großartig zu berücksichtigen. Und das, obwohl Merkels politischer „Ziehvater“ Helmut Kohl früher dagegen in Europa „nicht den starken Mann“ gespielt, sondern die Meinung der kleineren Staaten respektiert hätte.

    „Mit Putin kam sie anfangs gut aus“, heißt es weiter im Text. „Das war unpolitisch. Dass der Russe Deutsch und die Deutsche Russisch spricht, brachte beide Persönlichkeiten zunächst nahe“, so Dittberner.

    Aber eigentlich schlage Merkels Herz für Amerika. So übe die Kanzlerin, die „eine Faible für die einstige Zarin,Katharina die Große habe‘“, heftig Kritik am Kreml und wolle auf Russlands Politik einwirken. Als ob sie nicht wüsste, dass selbst der erste deutsche Bundeskanzler nach dem Zweiten Weltkrieg, Konrad Adenauer, schon gewusst hätte, dass dies nicht funktioniere. Darum habe er schon damals diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion weiterentwickelt. 

    Die aus der DDR stammende Merkel versuche zurzeit „die alte Weltmacht“ zu belehren, was wahre Demokratie sei. Deutschland und Russland hätten eine lange gemeinsame Geschichte; die größere Macht von beiden sei dabei jedoch immer Russland gewesen.

    „Wenn es darauf ankam, hatten Petersburg oder Moskau das Sagen und nicht Berlin. Daran wird sich zukünftig auch nichts ändern. Hat die Kanzlerin das bedacht?“, heißt es.

    Merkels Flüchtlingspolitik sei außerdem falsch und falsch begründet: Das Grundgesetz spreche bewusst von „politisch Verfolgten“ und nicht von „vom Krieg Betroffenen“. Die Kanzlerin aber hielt die Türe für alle Syrer geöffnet.

    „Armes Deutschland, Deine besten Jahre könnten vorbei sein…“, schließt Dittberner.

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    Tags:
    Flüchtlingspolitik, Außenpolitik, Beziehungen, Politik, Konrad Adenauer, Helmut Kohl, Angela Merkel, Wladimir Putin, Europa, Deutschland, USA, Russland