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    Bundeswehr bildet Syrer aus – neues Flüchtlings-Pilotprojekt unterzeichnet

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Donnerstag eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundesagentur für Arbeit zur Ausbildung syrischer Flüchtlinge unterzeichnet, wie AFP meldet.

    Zunächst 50 Syrer könnten eine Ausbildung in verschiedenen vierwöchigen Modulen (Bau, Handwerk, Technik, Sanität) bekommen, sagte von der Leyen in einer Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr in Ingolstadt. Jeder Teilnehmer könnte sich demnach maximal zwölf Wochen qualifizieren lassen und erhalte dafür ein Zertifikat. Am ersten Pilotdurchgang sollen bis zu 120 Flüchtlinge teilnehmen.

    Laut der Ministerin sollen die erworbenen Fertigkeiten eine „Brücke“ für die Rückkehr der Flüchtlinge in ihr Heimatland und für eine leichtere Integration in den jeweiligen Arbeitsmarkt sein.

    Im Juni lag die Arbeitslosenquote von Erwerbsfähigen aus den acht wichtigsten nicht-europäischen Asylherkunftsländern bei 52 Prozent. Im Vorjahreszeitraum betrug sie 41,5 Prozent. Der Anstieg beträgt also mehr als zehn Prozentpunkte. Zu den acht ausgewerteten Ländern zählen Syrien, Afghanistan, der Iran, der Irak, Eritrea, Pakistan, Nigeria, und Somalia.

    Laut dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit 170.000 Menschen aus den genannten Ländern arbeitslos, davon 153.000 Flüchtlinge. Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge wachse gegenwärtig schneller als die Zahl derjenigen, die bereits einen Job gefunden haben.

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    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1281)
    Tags:
    Integration, Arbeit, Migranten, Syrer, Ausbildung, Bundeswehr, Bundesagentur für Arbeit, Ursula von der Leyen, Ingolstadt, Deutschland